So zockt die Redaktion

Schädel sammeln bis 4 Uhr morgens

Uhr
von Coen Kaat

Nicht erst seit dem Lockdown greift das Team rund um "CEtoday", "IT-Markt" und "Netzwoche" gerne hin und wieder zu Controller, Smartphone oder der Maus. Was der stellvertretende Chefredaktor des "IT-Markt", Coen Kaat an Hardware zuhause hat und warum ihn das Spiel "Oblivion" einfach nicht mehr losliess, erfahren Sie in diesem Teil der Serie "so zockt die Redaktion".

(Source: Netzmedien)
(Source: Netzmedien)

Coen Kaat, stv. Chefredaktor IT-MARKT

  • Hardware daheim: Laptop, Xbox 360 im R2-D2-Look, Xbox One, Xbox One X (Project Scorpio Edition), Lenovo Jedi Challenges (AR-Brille).

  • Ich spiele am liebsten auf: Xbox One X.

  • Gamen geht nicht ohne: mindestens eine Katze auf dem Schoss. Wenn sie mal nicht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, erzwingen sie es …

  • Lieblingsgame: Meine Top-3-Games, die ich immer noch und immer wieder spiele und aus denen ich nicht einen Favoriten auswählen kann: Skyrim, Minecraft und Star Wars Empire at War.

  • Ich spiele momentan: Star Wars Squadrons.

  • Das erste Game, an das ich mich erinnere: Star Wars Dark Forces … so langsam erkenne ich einen Trend bei meinen Antworten.

Als ich 2006 zum ersten Mal Oblivion gespielt habe, kannte ich RPGs und Open-World-Games noch gar nicht. Das Spiel begann in einem Verlies – düster und klaustrophobisch. Schon bald darauf wurde ich in eine politische Intrige hineingezogen, während ich immer tiefer in das Kellergewölbe hinabstieg und mich gegen Monsterratten, Magier & Co. verteidigen musste.

So ziemlich alles, was da herumlag, konnte ich einpacken und verwenden. Meine Sammelwut stiess allerdings rasch an ihre Grenzen. Schliesslich kann auch ein digitaler Avatar nicht unbegrenzt viel tragen. Ich musste mich also fragen, ob ich den Schädel, der zu Beginn des Spiels in meiner Zelle lag, wirklich noch brauche? Oder den, den ich von einem erlegten Zombie genommen hatte. Und was ist mit dem Schädel, den ich in der Goblinhöhle fand? Ich behielt trotzdem alle.

Und dann wurde das Spiel noch besser: Nach dem Verlies stand ich plötzlich inmitten einer idyllischen Landschaft unter freiem Himmel. Bald darauf wanderte ich durch eine belebte Stadt: Händler wollten mir ihre Waren andrehen, eine alte Bettlerin bat um ein paar Münzen und eine Stadtwache ermahnte mich, bei meinen Reisen stets auf den Hauptstrassen zu bleiben. Was ich natürlich nicht tat. In den Katakomben unter einer abgelegenen Ruine traf ich darum auf meinen ersten echten Gegner – dieser zeigte sich nicht beeindruckt von meiner Schädelsammlung. Und erst nachdem ich zum ersten Mal "gestorben" war, fiel mir auf, dass das Licht des Monitors das einzige war in meinem Zimmer. Eigentlich wollte ich Oblivion nur kurz anspielen und dann etwas essen. Nun war es aber bereits 4 Uhr morgens. Und ohne es zu wissen, hatte ich den Grundstein gelegt für meine spätere Vorliebe für Open-World-Games und vor allem für Skyrim, den Nachfolger von Oblivion.

Hier erfahren Sie noch mehr über die Gaming-Gewohnheiten der Redaktion:

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