"Unglaublich frustrierend"

Schweizer Ikea-Kunden erhalten Möbel gerade doppelt – oder gar nicht

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von Watson, amü

Ikea Schweiz macht seit der Zusammenlegung zweier Zentren die Logistik zu schaffen. Bis Ende Oktober will der Möbelhändler die Probleme in den Griff kriegen.

(Source: Tristan3D / Fotolia.com)
(Source: Tristan3D / Fotolia.com)

Seit der Zusammenlegung zweier Logistikzentren herrscht bei Ikea Schweiz Chaos. "Ich bekam zuerst einen Stuhl zwei Tage zu spät geliefert", berichtet ein Kunde der Sonntagszeitung. "Und dann, drei Tage später, wurde das gleiche Modell nochmals geliefert, obwohl ich nur eins bestellt hatte."

Dass das keine Einzelfälle sind, bestätigt Ikea Schweiz. Die Kundenhotline, so Sprecher Aurel Hosennen, laufe seit Anfang September heiss. "Im Moment erreichen uns fast doppelt so viele Anrufe wie normal." Etwa 2000 Kunden melden sich täglich beim Kundendienst.

Viele Lieferungen müssen aber zum Beispiel noch einmal neu erfasst werden, was zu Verzögerungen führt. Besonders komplex sei zum Beispiel auch die ansteigende Zahl an Paketlieferungen gegenüber Lieferungen mit dem Ikea-Lieferwagen. "Paketlieferungen bedeuten in der Logistik immer mehr zusätzliche Arbeit per Hand", so Hosennen. Es sei zu einer Kettenreaktion gekommen, die "unglaublich frustrierend für alle Beteiligten" gewesen sei.

Lange betrieb der Möbelhändler in der Schweiz ein Lager in Spreitenbach AG und eines in Itingen BL. Seit diesem Mai gibt es nur noch das Zentrum im Kanton Basel-Landschaft. "Wir haben den Umzug minutiös vorbereitet", versichert er weiter. Dennoch wurden gewisse Probleme nicht vorausgesehen. Als Anfang September die Einkäufe anzogen, habe es Komplikationen gegeben. Kunden erhielten Lieferungen zu spät, gar nicht oder auch doppelt. Bis Ende Oktober, so hofft Ikea, bekomme man die Probleme in den Griff.

Dieser Artikel erschien zuerst am 6. Oktober 2019 auf watson.ch.

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