110. Generalversammlung

Imagingswiss diskutiert über die Zukunft des Fotohandels

Uhr | Aktualisiert

Imagingswiss hat am 10. März die 110. Generalversammlung abgehalten. Die Mitglieder des Branchenverbands diskutierten, wie sie den Fotoberuf attaktiver darstellen könnten.

Decharge erteilt an der GV von Imagingswiss. (Source: Imagingswiss)
Decharge erteilt an der GV von Imagingswiss. (Source: Imagingswiss)

Am 10. März hat Imagingswiss zur 110. Generalversammlung in den Freihof nach Gossau (SG) geladen. Wie es auf der Webseite des Fotoverbands heisst, ging es an diesem Sonntag auch darum, mitzubestimmen, wohin das Berufsbild Fotofachmann/Fotofachfrau geht. In einer Zeit, in der es dem Fotohandel nicht gut geht, scheint das Thema von grossem Interesse. Wie Fotointern schreibt, waren knapp 70 Mitglieder aus 38 Fachhandelsgeschäften an der GV. Das waren laut Präsident Alex Mächler mehr Teilnehmer als in früheren Jahren.

Ebenfalls knapp 70 Mitglieder hätten zwei Branchentage im Januar in Bern und Zürich gezählt. Dabei hätten die Teilnehmer grundsätzliche Themen angesprochen, um den Fotoberuf attraktiver darzustellen. So hätten sie etwa diskutiert, ob die drei Fachrichtungen Beratung/Verkauf, Fotografie und Finishing und auch die Berufsbezeichnung noch zeitgemäss seien. Auch hätten die Teilnehmer gefordert, das Bildungsreglement den Marktverhältnissen anzupassen. Der Vorstand von Imagingswiss solle die Punkte nun in einem Konzept konkretisieren.

Lädelisterben im Fotohandel

Vergangenes Jahr hätten 15 Fotofachgeschäfte schliessen müssen. Davon nicht eingeschlossen seien die acht Filialen der konkursiten Fotopro Group. Das Unternehmen mit knapp 90 Mitarbeitern meldete vergangenen November Insolvenz an. Lesen Sie hier das Interview mit Dieter Erhardt, Verwaltungsratspräsident der Fotopro Group. Im selben Zeitraum habe der Verband aber auch 5 Neumitglieder gewinnen können: Fotichaestli, Foto Janmaat, Foto Oliver Moser, Foto Peyer und Photo Media. Lesen Sie hier das Interview mit Pirmin Suter von Photo Media, in dem er sagt, warum der Fotografie die Zukunft gehört. Aktuell zähle Imagingswiss 166 Mitglieder.

Der Verband habe das Geschäftsjahr mit einem leichten Verlust abgeschlossen. Rechnungsrevisor Hansruedi Meyer begründete diesen vor allem mit dem Wegfall der Fotopro-Gruppe. Auch für 2019 erwarte er einen leichten Verlust, das Budget entspreche im Wesentlichen demjenigen des Vorjahrs. Die GV erteilte dem Vorstand die Decharge. Dieser blieb bis auf die Demissionsaustritte von Rolf Sutter und Alain Roulier unverändert. Für sie neu im Vorstand sind Sara Foser und Marco Bärlocher. Der üK-Leiter Rolf Sutter wird Ehrenmitglied von Imagingswiss.

Wie Fotointern weiter schreibt, legt Imagingswiss die regionalen Kurskommissionen für die üKs Imagingswiss in eine Organisation zusammen. Die Aus- und Weiterbildungskurse im laufenden Jahr sollen verstärkt auf die Bedürfnisse des Fotofachhandels und dessen Lernenden abgestimmt werden. Geplant seien unter anderem spezielle Workshops für die Studio- und Fashion- respektive People-Fotografie. Zudem sollen Informationstage in verschiedenen Städten unter dem Motto "Start in die Lehre" über den Fotoberuf orientieren. Angedacht sei auch eine inoffizielle Zwischenprüfung für die Lehrlinge, in der sie und ihre Lehrbetriebe auf eventuelle Mängel und Schwächen aufmerksam gemacht werden könnten. Weiter sollen die Diplomfeiern von Zürich, Bern, St. Gallen und dem Tessin neu gemeinsam am 7. Juli in Unterägeri stattfinden. Ausserdem erarbeitete der Vorstand Merkblätter zu den Themen "Urheberrecht in der Fotografie" und "Datenschutz und Personenrecht", die im Mitgliederbereich der Verbandswebseite heruntergeladen werden können. Ausserdem soll eine App den Zugriff auf den Marktplatz der Webseite vereinfachen. Die App ist derzeit aber erst für Android verfügbar, für iOS sei sie in Vorbereitung.

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