Editorial

Der Jöh-Effekt zieht immer

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Leslie Haeny, stellvertretende Chefredaktorin, CEtoday (Source: Netzmedien)
Leslie Haeny, stellvertretende Chefredaktorin, CEtoday (Source: Netzmedien)

Vom 11. bis 14. Januar hat die CES stattgefunden. Die Tech-Branche blickte während dieser Zeit aber nicht wie sonst nach Las Vegas, sondern starrte in den Bildschirm. Zum ersten Mal fand eine der grössten Tech-Messen nämlich komplett online statt. Das hielt grosse Hersteller und Start- ups aus 37 Ländern aber nicht davon ab, ihre Produkte zu präsentieren. Unter den Neuheiten finden sich auch immer einige skurril anmutende Produkte. Wie beispielsweise ein T-Shirt, das aus recycelten Plastikflaschen hergestellt wird und mit Zimtextrakt versehen ist. Dank dem Zimt soll es schlechte Gerüche neutralisieren und dafür sorgen, dass man sich auch an langen Reisetagen frisch fühlt. Ebenfalls auf den ersten Blick etwas merkwürdig: Eine Toilette, die über Sensoren den mentalen und physischen Zustand des Nutzers oder der Nutzerin misst und Verbesserungsvorschläge gibt.

In der Redaktion gab es aber einen ganz klaren Favoriten: Moflin. Moflin ist ein Roboter-Hamster, der mithilfe künstlicher Intelligenz die Gewohnheiten seines Besitzers oder seiner Besitzerin erkennt und mit der Zeit eine eigene Persönlichkeit entwickeln soll. So wird laut Hersteller Vanguard Industries aus jedem Robo-Hamster ein Unikat. Das Video, in dem Moflin vor sich hin quiekt, auf Berührungen reagiert und das künstliche tierchen als "ein Freund" mit weichem, warmem Fell vorgestellt wird, machte schnell die Runde. Und fand auch über die Redaktion hinaus seinen Weg zu Freunden und Verwandten. Auch wenn das kleine Fellknäuel im Video teils etwas steif und seltsam anmutet, waren doch mehrere Redaktionsmitglieder der Ansicht, dass ein Testgerät des Ki-Tierchens her muss. Da der Robo-Hamster vor allem für Kinder, ältere Menschen und den therapeutischen Einsatz gedacht ist, wird es vielleicht doch kein Moflin-Hands-on geben. Moflin bewies aber, dass der Jöh-Effekt auch 2021 noch funktioniert - zumindest bei IT-Journalisten und Journalistinnen.

Der Ki-Hamster wurde zudem von der CES-Veranstalterin Consumer Technology Association mit einem "Best of Innovation Award" ausgezeichnet. Mehr über die Awards und die Siegerprodukte lesen Sie auf Seite 28.

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