Apple vs. Amazon

Stiftung Warentest lässt Homepod Mini gegen Echo Dot 4 antreten

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von Leslie Haeny und jor

Apples Homepod Mini und Amazons Echo Dot 4 ähneln sich vom Design her stark. Sie wiegen sogar genau gleich viel. Wie ein Test von Stiftung Warentest zeigt, unterscheiden sich die Smartspeaker allerdings, was die Tonqualität und die Funktionalität angeht.

Auf den ersten Blick könnte man den Homepod Mini (links) und den Echo Dot 4 leicht verwechseln. (Source: Apple / Amazon)
Auf den ersten Blick könnte man den Homepod Mini (links) und den Echo Dot 4 leicht verwechseln. (Source: Apple / Amazon)

"Klein, smart und kugelrund", so beschreibt Stiftung Warentest die beiden Smartspeaker Apple Homepod Mini und Amazon Echo Dot 4. Die Verbraucherorganisation hat die Geräte in einem kürzlich veröffentlichten Test gegeneinander antreten lassen. Was den Testern als erstes auffiel: Beide Geräte sehen sich nicht nur sehr ähnlich, sondern wiegen auch genau 349 Gramm.

Laut Stiftung Warentest hat der Homepod Mini die Nase vorn, wenn es um den Klang geht. "Der Echo Dot schafft zwar etwas mehr Lautstärke, klingt aber noch einmal hörbar dumpfer und bassärmer als der Homepod Mini", heisst es. Besonders beim Hören von Rockmusik sei der bessere Bass des Apple-Geräts aufgefallen.

Der Punkt in der Kategorie Sprachsteuerung ging hingegen an den Echo Dot. Zwar verstanden laut der Verbraucherorganisation sowohl Apples Siri als auch Amazons Alexa Sprachbefehle meist recht gut. Alexa könne aber noch ein bisschen besser zuhören und verstehe auch Nutzerinnen und Nutzer mit regionalem Akzent. Zudem soll der Amazon-Sprachassistent Stimmen besser von Umgebungsgeräuschen unterschieden können.

Nicht nur der Stimme, sondern auch dem Pulsschlag und der Atmung lauschten Smartspeaker in einem Experiment der Washington University. Forschende bauten die Smartspeaker so um, dass sie ein Sonarsignal aussenden. Mehr zum Experiment erfahren Sie hier.

Den Echo Dot 4 gibt's auch in Schwarz. (Source: Amazon)

Schlechte Erbebnisse beim Datenschutz

"In Sachen Vielseitigkeit schlagen Amazons smarte Lautsprecher die von Apple um Längen", heisst es im Test. So kann man den Echo Dot als Android- und als iOS-Nutzer oder -Nutzerin verwenden. Ausserdem könne der Echo Dot auf unterschiedliche Streamingdienste zugreifen, übers Internet eigene Telefonverbindungen zu Echo-Lautsprechern in anderen Haushalten aufbauen und von beliebigen Smartphones aus als Bluetooth-Lautsprecher angesteuert werden. Alles Funktionen, die man in dieser Form beim Homepod Mini nicht habe.

In puncto Datenschutz stellt Stiftung Warentest beiden Geräten ein schlechtes Zeugnis aus. Sowohl Apple als auch Amazon hätten in ihren Datenschutzerklärungen viele unklare Formulierungen und informierten Nutzerinnen und Nutzer nicht hinreichend über ihre Rechte.

Der Homepod Mini eignet sich vor allem für Nutzerinnen und Nutzer, die auch sonst auf Apple-Produkte setzen. (Source: Apple)

Das Fazit der Tester

"Homepod Mini für Apple-Fans, Echo Dot für alle", lautet das Fazit von Stiftung Warentest. Für alle, die sich bereits im Apple-Ökosystem bewegen, sei der Homepod Mini eine gute Erweiterung. Den Echo Dot beschreibt die Verbraucherorganisation als "vielseitiges Einstiegsgerät, das durch seine Klangschwächen aber auch eher als Küchenradio taugt denn zur Wohnzimmerbeschallung."

Preislich unterscheiden sich die Geräte auch. Den Echo Dot 4 findet man im Schweizer Onlinehandel ab 57 Franken. Für den Homepod Mini bezahlt man mindestens 116 Franken.

Der Homoepod Mini löst seinen grossen Bruder, den Homepod ab. Apple kündigte an, die Produktion des grösseren Smartspeakers einzustellen.

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