Shoppingcenter-Markt 2019

Schweizer shoppen mehr in Bahnhöfen und im Flughafen Zürich

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Der Schweizer Shoppingcenter-Markt ist letztes Jahr relativ stabil geblieben. 2019 legten vor allem Gastrobetriebe und Geschäfte aus dem Dienstleistungssektor zu. Auch Einkaufszentren in grossen Bahnhöfen und der Flughafen Zürich verzeichneten ein Umsatzplus.

(Source: Boudhayan Bardhan / Unsplash)
(Source: Boudhayan Bardhan / Unsplash)

Im Grossen und Ganzen sind die Umsätze von Schweiz Shoppingcentern stabil geblieben. 2019 Machten sie 19 Prozent des gesamten Detailhandelsvolumens aus, wie GfK mitteilt. Das entspreche dem Anteil aus dem Vorjahr. "2019 konnten sich die Schweizer Einkaufszentren über starke Frequenzen freuen", schreibt der Marktforscher. Die Gesamtfläche der Shoppincenter wuchs letztes Jahr um 0,2 Prozent. Trotzdem lag die Umsatzentwicklung um 1 Prozent hinter den Ergebnissen von 2018.

Einkaufszentren in grossen Bahnhöfen (Basel SBB, Bern, Luzern, Genf-Cornavin und Zürich HB) sowie das Shoppingcenter im Flughafen Zürich steigerten ihre Einnahmen. Sie setzten laut GfK insgesamt etwa 1,1 Milliarden Franken um. Abgesehen vom Einkaufszentrum in Genf steigerten alle Bahnhofzentren ihre Umsätze um mindestens 2,2 Prozent. Der Flughafen Zürich verzeichnete ein Umsatzplus von 1,2 Prozent. Damit liege er ungefähr auf gleicher Höhe mit dem unsatzstärksten Shoppingcenter der Schweiz, dem Glattzentrum.

Innerhalb der Zentren wuchs vor allem der Anteil an Mietern aus dem Dienstleistungsbereich, in erster Linie aus den Sektoren Gesundheit und Schönheit. 2019 Machten Geschäfte aus diesem Bereich 21 Prozent aus. Im Vorjahr waren es 17 Prozent. Auch die Flächen und Umsatzanteile von Gastrobetrieben seien gewachsen. Ihre Umsätze machten letztes Jahr 7,3 Prozent der Gesamtumsätze aus. Ein Jahr davor waren es noch 6,6 Prozent.

Die Schweizer Shoppingcenter-Landschaft

"Der Schweizer Shopping-Center Markt ist gesättigt", heisst es von Seiten des Marktforschers. Trotzdem befänden sich momentan sieben Projekte im Bau. Zwei weitere seien in Planung. Durchschnittlich sind die hiesigen Einkaufszentren 28 Jahre alt. 23 Zentren würden momentan modernisiert. Von den insgesamt 188 Shoppingcentern wurden 156 mindestens einmal umgebaut oder ein Umbau ist in Planung.

"In Zusammenhang mit der Coronakrise müssen Vermieter und Mieter massive Frequenzrückgänge und Umsatzeinbussen durch den Lockdown hinnehmen", schreibt GfK. Wie in allen Bereichen werde der Ausbruch des Virus das Geschäftsjahr 2020 der Einkaufszentren stark beeinflussen.

Während des Lockdowns verloren Zentren täglich 39 Millionen Franken. Dieses Ergebnis geht aus einer Studie des Swiss Council of Shopping Places hervor. Mehr dazu lesen Sie hier.

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