Jura Jahresrückblick 2019

Wachstum, Roger Federer und Digitalisierungsschub

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Jura-CEO Emanuel Probst hat erstmals in einer digitalen Medienkonferenz auf das letzte Geschäftsjahr zurückgeblickt. Probst gab dabei nicht nur bekannt, dass der Jura-Umsatz stieg sondern ging auch auf neue Onlineangebote und die Partnerschaft mit Roger Federer ein.

Jura-CEO Emanuel Probst (Source: zVg.)
Jura-CEO Emanuel Probst (Source: zVg.)

Der Kaffeemaschinenhersteller Jura hat am 11. März in einer digitalen Medienkonferenz auf das vergangene Geschäftsjahr zurückgeblickt. Aufgrund des Coronavirus verzichtete das Unternehmen erstmals darauf, den Jahresrückblick am Geschäftssitz durchzuführen. CEO Emanuel Probst zeigte sich zufrieden. Der Umsatz stieg 2019 um 5,1 Prozent. Gesamthaft betrug der Umsatz vergangenes Jahr 542,4 Millionen Franken. Vor allem der polnische Markt legte zu. Das Plus beträgt 31,8 Prozent. Auch der Geräteabsatz wurde gesteigert: 2019 verkaufte Jura 18'000 Geräte mehr als im Vorjahr, nämlich insgesamt 398'000 Stück. Wie das Geschäftsjahr 2018 für Jura aussah, können Sie hier lesen.

Ein weiterer Erfolg für Jura ist das gute Ergebnis bei Stiftung Warentest. Seit 2016 wurden Kaffeemaschinen von Jura als Testsieger erkoren, 2019 war es das Modell ENA 8. Probst bemerkte auch stolz, dass insgesamt 111'000 Stück der verkauften Geräten eine E8 (anderes Modell als ENA 8) ist.

Jura eröffnete im vergangenen Jahr die erste Vertriebsgesellschaft in Johannesburg, Südafrika. Das sei der erste Schritt, um den Markt in Afrika abzudecken und einen durchgehenden Qualitätsstandard zu leisten. Der Standort in Johannesburg wurde gewählt, da Südafrika über den grössten Markt für Kaffeemaschinen auf dem afrikanischen Kontinent verfüge.

"Manchmal kommt die Zukunft schneller als man denkt"

Die Digitalisierung wird auch bei Jura immer wichtiger. Mit Jura Live startete das Unternehmen Onlineberatungen mit Live-Produktdemonstrationen. Möglich sei die Fachberatung für daheim über Videochat oder -Telefonie. Die Bildübertragung ist dabei einseitig, nur der Jura-Experte ist zu sehen. Vor zwei Jahren stellte Jura die Funktion vor, die Kaffeemaschine per Smartphone zu steuern. Seit 2019 ist es möglich, auch per Apple Watch oder über Siri den Kaffee herauszulassen. Auch die Corona-Krise treibe die Digitalisierung weiter voran. Die FEA Messe wurde ebenfalls abgesagt, jedoch führt Jura die neuen Produkte im Live-Studio vor. Passend zum eigentlichen Starttermin der FEA konnte der digitale Jura-Stand besucht werden.

Generell gab es im vergangenen Geschäftsjahr einige positive Momente für Jura. Unter anderem verlängerte Roger Federer seine Zusammenarbeit mit Jura um weitere 5 Jahre. Federer arbeitet bereits seit 2006 mit dem Unternehmen zusammen. Zudem fand im Oktober 2019 der Spatenstich für den Jura Campus statt. Der Campus soll ein Hightech-Innovations- und Qualitätszentrum sein, die Eröffnung ist für Ende 2021 Geplant.

So soll der neue Jura Campus aussehen (Source: zVg.)

Das aktuelle Geschäftsjahr birgt einige Ungewissheiten. Eine exakte Prognose abzugeben, wie sich die Corona-Krise sowie die Wechselkurse langfristig auswirken werden, wäre im wahrsten Sinne des Wortes Kaffeesatzlesen, so Jura. Ein konkretes Ziel nannte Probst aber: 420'000 verkaufte Kaffee-Vollautomaten im Jahr 2020.

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