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IFA im Zeichen der KI

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Die IFA ruft nach Berlin. Dieses Jahr widmet sich die Messe und das Zukunftsforum Trendthemen wie der künstlichen Intelligenz. Hersteller wie Samsung stellten bereits im Vorfeld KI-Neuheiten vor.

Miss IFA mit Samsung-TV. (Source: Benjamin Pritzkuleit)
Miss IFA mit Samsung-TV. (Source: Benjamin Pritzkuleit)

Vom 6. bis 11. September ruft die 59. Ausgabe der IFA in die Messehallen unter dem Berliner Funkturm. Die IFA zählt zu den wichtigsten und grössten Branchenmessen für Consumer Electronics und Home Appliances. In Deutschlands Hauptstadt zeigt die Consumer-Electronics- und Hausgeräte-Branche, wohin die Trends gehen.

Bereits an der IFA Global Press Conference Ende April gaben die Veranstalter Messe Berlin und GfU einen Ausblick auf die grossen IFA-Themen 2019: künstliche Intelligenz (KI), mobile Geräte für die Zukunftsnetze in 5G, flexible Bildschirme, 360-Grad-Sound und drahtloses Musik-Streaming aus Vinylrillen.

Samsung setzt voll auf KI

Das wohl grösste Thema in Berlin, das sowohl Consumer Electronics als auch Home Appliances betrifft, dürfte die KI sein. Samsung beispielsweise glaubt fest an den Siegeszug von KI, wie die "Berliner Morgenpost" schreibt. So arbeiten weltweit sieben Entwicklungszentren von Samsung an der Technologie. Bis zum Jahr 2022 sollen sich 1000 Samsung-Ingenieure ausschliesslich mit dem Thema befassen.

Am IFA Media Briefing Mitte Juli zeigte Samsung anhand seiner TV-Neuheiten, wozu KI in der Lage ist, wenn sie etwa die Qualität von Bild und Ton verbessert. Auch ein Thema für die KI ist das sogenannte semantische Fernsehen, bei der die KI den Inhalt erkennt und dazu passende Informationen darstellt. Die Technik soll etwa neue Möglichkeiten für die Werbeindustrie eröffnen.

Geräte lernen Vorlieben und Routinen ihrer Nutzer kennen

KI ist schon längst im Alltag angekommen. Wenn Anwender etwa ihre smarten Unterhaltungsgeräte per Sprache steuern, ist KI im Einsatz. Auch bei Haushaltsgeräten kommt die Sprachsteuerung und damit KI laut GfU vermehrt zum Einsatz.

Gemäss "Berliner Morgenpost" werden in diesem Jahr an der IFA immer mehr schlaue Haushaltsgeräte zu sehen sein. Die Zeitung zitiert Thomas Salditt, Vice President Digital Business Enabling, BSH Hausgeräte, der sagt: «In Zukunft weiss der Backofen nicht nur, wann das Backhendl fertig ist, sondern auch, wie Sie ihr Backhendl am liebsten mögen.» Mithilfe unter anderem von Kameras erkennen die Geräte künftig, wie weit die Mahlzeiten sind. Sie lernen, wie die Nutzer ihre Gerichte am liebsten mögen und werden sich ihre Routinen merken, wie Salditt erklärt. Wenn ein Nutzer etwa immer nachts um 2 Uhr aufstehe, um ein Glas Milch zu trinken, wird sich der Kühlschrank künftig laut Salditt darauf vorbereiten, um danach wieder Energie zu sparen. Diese neue Ära der Hausgeräte werde an der IFA in diesem Jahr eingeleitet.

Zukunftsforum im Zeichen der KI

Die KI wird auch ein wichtiges Thema an der Convention "IFA+Summit" sein, die sich mit den Zukunftsthemen beschäftigt. Laut Veranstalter werden globale Vordenker Szenarien diskutieren, wie neue intelligente Technologien die Gesellschaft und unser Leben verändern. Teilnehmer sind etwa Mark Surman, Executive Director der Mozilla Foundation, und Jerry Chow, Senior Manager bei der Quantum-System-Technology-Gruppe von IBM. Surman wird über die wesentliche Rolle der KI im Internet sprechen, während Chow über den nächsten grossen Schritt von Computersystemen und maschinellem Lernen berichtet, der Quantum-Technologie. Das Zukunftsforum der IFA findet am 8. und 9. September auf dem IFA-Messegelände statt. Tickets kosten rund 600 Euro.

Auch am IFA-Innovations-Hub IFA Next dreht sich vieles um KI. Videosysteme für autonomes Fahren oder auf Gesichtserkennung basierende Kamerasteuerungen zeigen, was KI im Alltag leisten könnte. Auch Mini-Kopfhörer, die mittels Internetanbindung Gespräche in Echtzeit übersetzen, demonstrieren den Stand der Technik. Das "House of Smart Living" zeigt den Einsatz von KI im smarten Alltag. Sprachgesteuerte Maschinen lernen die Gewohnheiten ihrer Nutzer und stellen alle Installationen im Haushalt automatisch auf sie ein. An der IFA Next, die an allen Messetagen stattfindet, sind viele weitere Zukunftsthemen zu sehen, die wohl schon bald von der Industrie an kommenden IFA-Ausgaben ausgestellt werden.

Arçelik-CEO Hakan Bulgurlu widmet sich in seiner Keynote einem anderen Thema. Technologie und Innovation seien integrale Bestandteile seiner Mission "Wohlbefinden für alle", heisst es in einer Mitteilung. Arçelik will mit seinen 12 Marken, darunter etwa Grundig und Beko, Technologien zum Nutzen von Mensch und Umwelt gestalten. Bulgurlu sagt: "Auf innovative Weise eingesetzt, kann die Technologie dazu beitragen, die Fähigkeiten der Menschen und damit ihren Alltag und unsere Zukunft zu verbessern."

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DPF8_148728

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