iTunes für alle und Micro-LED-TVs

CES 2019: Samsung, Sony, und LG - Apple wird sie alle versorgen

Uhr | Aktualisiert

Kommende Geräte von Samsung, Sony und LG brauchen keine Apple-TV-Box mehr: an der CES haben die TV-Hersteller Unterstützung für iTunes und Airplay 2 angekündigt. Und abseits von 8k-Geräten zeigte Samsung Micro-LED-Fernseher für den Privatgebrauch.

(Source: Ondine32 / iStock.com)
(Source: Ondine32 / iStock.com)

Apple macht seine Filme und TV-Sendungen zum ersten Mal direkt auf Geräten von anderen Herstellern verfügbar. Bisher mussten TV-Besitzer eine Apple-TV-Box dazu kaufen, um Inhalte von der iTunes-Plattform auf ihren internetfähigen Geräten zu beziehen. Nun werden Samsungs TV-Geräte Apples Airplay-2-Technologie unterstützen, wie Samsung an seiner Pressekonferenz zur CES 2019 mitteilte.

Kurz darauf folgten ähnliche Ankündigungen von LG und Sony. Laut beiden Herstellern werden ihre Geräte künftig auch Airplay 2 und Homekit unterstützen. Alle LG-Modelle aus dem Jahr 2019 sollen dazu zählen, doch frühere Modelle werden keine Updates erhalten, um sie mit der Funktionalität nachzurüsten – Besitzer der älteren Geräte müssten weiterhin in die Röhre gucken – oder eben weiterhin auf die Apple-TV-Box zurückgreifen. Bei Sony wird die Funktion auf Geräten der Z9G-, A9G- und der X950G-Serien verfügbar sein, wie der Hersteller ankündigte.

Seit einigen Wochen ist auch der Streaming-Dienst Apple Music in den USA via Echo-Lautsprechern von Amazon beziehbar. Zusammen mit den Ansagen bezüglich dem TV-Angebot von Apple lässt sich beim Konzern eine strategische Neuausrichtung erahnen: hin zum Dienstleister.

Weitere TV-Trends an der CES 2019

Samsung und LG haben beide an der CES 2019 ihre 8k-Flat-TVs präsentiert. Im Vergleich zu Fernsehern mit 4k-UHD-Auflösung weisen diese neuen Geräte vier Mal so viele Pixel auf. Wie "futurezone.at" schreibt, ist der Nutzen davon allerdings zweifelhaft, da hochauflösende Inhalte für 4k-Bildschirme bisher Mangelware sind.

Des Weiteren hat Samsung mit "MicroLED" eine Bildschirmtechnologie angekündigt, die LED- und OLED-Panels den Rang ablaufen soll. Solche Bildschirme sollen aus mikroskopisch kleine Leuchtdioden bestehen und jedes einzelne davon übernimmt die Darstellung eines einzelnen Pixels. Helligkeit, Kontrast, Farbdarstellung, Effizienz und Lebensdauer sollen besser als bei den anderen Technologien ausfallen. Unter Einbrenneffekten sollen die Micro-LED-Schirme nicht leiden. Über Unterschiede zwischen LCD, LED und OLED-Technologien können Sie hier im Detail nachlesen.

Demonstration der modularen Micro-LED-TV-Schirme von Samsung an der CES 2019. (Source: Screenshot von Digital Trends.)

Samsung macht die Micro-LED-Fernseher modular

An der CES 2018 stellte Samsung schon mit "The Wall" einen 146 Zoll grossen Konzept-Fernseher auf Basis der gleichen Micro-LED-Technologie vor, an der CES 2019 ist die neue Version davon gar 219 Zoll gross. Dagegen sollen sich die an der Messe vorgestellten 75-Zoll-Geräte jedoch für normale Haushalte eignen.

Wie der Hersteller mitteilt, ist das 75-Zoll-Modell lediglich eine Konfiguration, die der Einfachheit halber direkt so in den Handel kommt – theoretisch könnten sich Nutzer ihren perfekten Micro-LED-Fernseher selbst zusammenstellen, denn die einzelnen Module sollen frei miteinander kombinierbar sein. Mehrere Panels könnten auch unter- oder nebeneinander montiert werden.

LG werkelt derzeit an einem durchsichtigen OLED-Fernseher, über den Sie hier mehr lesen können.

Und wie dieser Artikel verrät, sollten Sie diese 5 OLED-TVs nicht verpassen.

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