GfK-Zahlen zum Schweizer Heimelektronik-Markt

Fussball-WM sorgt für kräftiges Umsatzplus im Schweizer TV-Markt

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Die Analysten von GfK Switzerland melden gute Nachrichten für den Schweizer CE-Markt. Durch die Fussball-WM legte die Branche im zweiten Quartal erstmals seit langem wieder zu. Der Marktforscher registriert dafür eine Sättigung bei der Nachfrage für Action-Cams und Drohnen.

(Source: Kwangmoozaa / iStock.com)
(Source: Kwangmoozaa / iStock.com)

Die Schweizer Heimelektronik-Märkte haben im ersten Halbjahr 2018 eine positive Entwicklung erlebt. Wie GfK Switzerland mitteilt, stieg der Umsatz mit Multimedia-Hardware im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um 9,1 Prozent. Laut dem Marktforscher investieren Grossfirmen wie auch KMUs vermehrt in digitale Produkte. Aber auch der private Konsum wachse seit 12 Monaten ununterbrochen.

Die insgesamt verkaufte Menge stagniert indes. GfK erklärt das fast zweistellige Umsatzwachstum deswegen mit einer besonders hohen Nachfrage nach hochpreisigen Produkten. Als Beispiele nennen die Marktforscher Topgeräte in den Segmenten TV, Computer, Smartphones und Fotokameras. Zudem hätten sich Nischen wie Gaming und der Security-Bereich im Smarthome-Kontext weiterhin gut entwickelt.

OLED und QLED sind beliebt

Der Consumer-Electronics-Markt erzielte von Januar bis Juni aufgrund eines verhaltenen ersten Quartals 2 Prozent weniger Umsatz. Die Fussball-WM habe aber die erhofften Impulse für TV-Käufe setzen können. So habe der CE-Markt im zweiten Quartal endlich wieder einmal eine positive Entwicklung verzeichnet. Im Mai stiegen die Umsätze im TV-Markt im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 20 und im Juni um 42 Prozent. Besonders grosse OLED- und QLED-TVs erfreuten sich grosser Beliebtheit. Der Durchschnittspreis für einen Fernseher stieg von 880 auf 1090 Franken. Vom Aufschwung im TV-Markt profitierten auch Peripheriegeräte wie Soundbars und Zubehör wie Wandhalterungen. Erfreulich bleiben laut den Analysten der GfK auch die Umsätze mit Multiroom-Lautsprechern.

Im Fotomarkt sind die Entwicklungen in der Mengenbetrachtung weiterhin nicht erfreulich. Immerhin konnte die Branche den Umsatz praktisch auf Vorjahresniveau halten. Zwar verzeichnet GfK weiterhin einer Substitution der Fotokamera durch das Smartphone, doch liegen qualitativ hochwertige Kameras voll im Trend, wenn es um engagierteres Fotografieren geht. Systemkameras und deren Zubehör wie Objektive erfreuten sich hoher Beliebtheit. Dafür ist der Markt für Action-Cams und Drohnen offenbar bald gesättigt. Verzeichneten die zwei Segmente zuletzt Wachstum, gingen die Umsätze im ersten Halbjahr um 19 respektive 14 Prozent zurück.

Wachstum überall im IT-Office-Markt

Im IT-Office-Panelmarkt verzeichnet GfK ein Umsatzplus von 8,7 Prozent. Besonders gut verlief das B2B-Geschäft mit 26 Prozent mehr Umsatz. GfK erklärt den Anstieg mit der Digitalisierung, im Zuge derer Unternehmen stark in ihre IT investieren würden. Doch auch das Privatkundengeschäft stieg um 6 Prozent. Nach wie vor steigt der Bereich Gaming, im ersten Halbjahr um 24 Prozent. Doch laut GfK legten praktisch alle IT-Office-Warengruppen im Durchschnittspreis und Umsatz deutlich zu. Dazu zählt GfK etwa Desktops, Notebooks und Monitore wie auch Peripheriegeräte wie Multifunktionsdrucker. Noch am Anfang aber mit starkem Wachstumspotenzial sieht GfK den Bereich Smarthome. Ausser der Steuerung von Licht steige die Nachfrage nach vernetzbaren Security-Produkten wie Überwachungskameras, Door-Opener-Sensoren und Alarmsystemen.

Im Telko-Bereich dreht sich alles ums Smartphone, für das Käufer tief ins Portemonnaie greifen. Für rund 20 Prozent der Konsumenten war das neue Smartphone im laufenden Jahr 800 Franken oder mehr Wert. So stieg der Umsatz im B2C-Markt trotz 4 Prozent weniger verkauften Smartphones um 17 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich bei Kopfhörern. Dank hoher Nachfrage nach Bluetooth-Kopfhörern verzeichnet GfK ein Wachstum um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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