Beteiligung an Metro belastet Ceconomy

Media-Markt-Mutterkonzern steckt tief in den roten Zahlen

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Die Media-Markt-Mutter Ceconomy hat im dritten Quartal 2017/2018 mehr als 150 Millionen Euro Verlust erzielt. Trotzdem erwartet Ceconomy, die Gesamtjahresziele zu erreichen.

(Source: Freepik)
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Ceconomy hat die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 veröffentlicht. Wie der Mutterkonzern von Media Markt und Saturn mitteilt, verringerte sich das Finanzergebnis im dritten Quartal um 142 Millionen auf minus 154 Millionen Euro. Grund dafür sei eine Wertberichtigung bei Metro, von der sich Ceconomy im vergangenen Jahr abspaltete, aber noch rund 10 Prozent Anteile besitzt. Die Wertminderung habe das Finanzergebnis von Ceconomy mit rund 138 Millionen Euro belastet.

Von April bis Juni stieg das Ergebnis (EBITDA) von Ceconomy im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 4 auf 26 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich von minus 49 Millionen auf minus 30 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich um 0,7 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro, währungs- und portfoliobereinigt stieg er aber um 0,8 Prozent.

Rückgang in der DACH-Region

Ceconomy habe von positiven Impulsen rund um die Fussball-Weltmeisterschaft profitiert. Starke Zuwachsraten habe das Unternehmen in den Bereichen Online/Mobile und Services/Solutions mit Steigerungen um 21 Prozent auf 584 Millionen Euro beziehungsweise 26 Prozent auf 381 Millionen Euro verzeichnet. Die Region West- und Südeuropa schnitt währungs- und portfoliobereinigt auf Vorjahresniveau ab. In der DACH-Region entwickelte sich der Umsatz aber um 1 Prozent zurück. Positive Impulse aus den Kampagnen rund um die WM konnten die rückläufige Umsatzentwicklung in Deutschland nicht vollständig kompensieren.

Ceconomy erwarte, die Gesamtjahresziele zu erreichen. Das Unternehmen prognostiziert ein leichtes Wachstum des Gesamtumsatzes und eine Steigerung im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich beim EBITDA und EBIT im Vergleich zum Vorjahr. Durch Fortschritte bei der Optimierung und Automatisierung von Prozessen sollen in den kommenden fünf Jahren zudem die Aufwendungen um insgesamt 250 Millionen Euro sinken. Zudem werde Ceconomy in den nächsten Monaten alle Investitionen im Detail überprüfen und die Store-Expansion selektiver umsetzen als bisher.

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