Marktreport

Geld verdienen mit Gaming: Konsolen und Monitore boomen

Uhr | Aktualisiert

Der Schweizer Gaming-Markt hat im vergangenen Jahr mit Hardware stark zugelegt. Bei Games war das Wachstum nicht ganz so stark. Trotz Downloads gibt der stationäre Handel bei Spielen den Ton an.

(Source: Iryna Tiumentseva / shutterstock.com)
(Source: Iryna Tiumentseva / shutterstock.com)

Der Schweizer Gaming-Markt ist weiter auf Wachstumskurs. Wie der Branchenverband Swiss Interactive Entertainment Association (SIEA) mitteilt, stiegen die Umsätze in der Video- und Computerspiele-Industrie 2017 im Vergleich zu 2016 um 8 Prozent auf 234 Millionen Franken.

Das Wachstum ist laut SIEA-Präsident Peter Züger vorwiegend auf sehr starke Abverkäufe der Konsolen-Hardware zurückzuführen (PS4, Nintendo Switch und Xbox One X). Insgesamt meldet SIEA 300 000 verkaufte portable und Home-Konsolen, das sind 18 Prozent mehr als im Vorjahr.

Konsolen top, PCs okay

Auch GfK Switzerland meldet fantastische Zahlen für den Schweizer Home-Konsolen-Markt. Der Schweizer Handel verkaufte zwischen Mai 2017 und April 2018 225 400 Konsolen im Gesamtwert von 68,3 Millionen Franken. Das sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 26,8 Prozent mehr verkaufte Einheiten und ein um 29,7 Prozent höherer Umsatz.

Nicht ganz so stark fiel das Wachstum bei Gaming-PCs aus. Der Handel verkaufte laut GfK zwischen Mai 2017 und April 2018 40 600 speziell auf Games ausgerichtete leistungsstarke PCs im Gesamtwert von 61,6 Millionen Franken. Das sind 5,9 Prozent mehr Geräte als im Vorjahreszeitraum und 8,2 Prozent mehr Umsatz.

Gaming-Monitor-Markt explodiert

Ansprechend war das Wachstum im Bereich Gaming-Equipment. Laut GfK verdiente der Handel zwischen Januar und April 2018 mit 37 700 verkauften Controllern und weiteren Eingabegeräten wie Computermäusen (+ 19,1 Prozent) 3,33 Millionen Franken (+ 13,3 Prozent). Noch stärker war das Wachstum bei Gaming-Monitoren. GfK meldet zwischen Januar und April 2018 insgesamt 4800 speziell für Gaming konzipierte Bildschirme (+ 79,4 Prozent) im Wert von 2,56 Millionen Franken (+ 69,2 Prozent).

Zu Virtual Reality (VR) haben GfK Switzerland und SIEA noch keine Zahlen. Eine Anfrage bei den grössten Herstellern von VR-Brillen im Gaming-Bereich, Facebook, Sony und HTC, zu ihren Verkaufszahlen in der Schweiz blieb unbeantwortet. Luca Giuriato von GfK Switzerland sagt aber, dass VR und Augmented Reality noch auf sehr tiefem Niveau seien. Er sieht zudem mit Business-Applikationen grössere Chancen für die Technologie.

Games-Verkäufe steigen nur leicht

Zur Hardware braucht es die entsprechende Software, also Games. Doch im Vergleich zur Hardware verringerte sich der Umsatz mit Games 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 139 Millionen Franken, wie der Verband SIEA meldet. Das ist umso erstaunlicher, da er im vergangenen Jahr erstmals auch die Onlineverkäufe erhob und berücksichtigte. Beim Spielverkauf halte die Verlagerung zu den Onlineplattformen zwar nach wie vor an, jedoch sei der Anteil des physischen Einzelhandels mit etwa 74 Prozent am gesamten Games-Markt noch immer sehr bedeutend.

SIEA-Präsident Peter Züger zeigt sich zuversichtlich für den Schweizer Gaming-Markt: "Der Ausblick auf das Jahr 2018 zeigt eindrücklich, mit welcher Dynamik sich die Branche weiterentwickelt. So werden neben Neuauflagen wie 'Far Cry 5' von Ubisoft oder 'Kingdom Come: Deliverance' (War Horse Studios) auch einige innovative Spielkonzepte von internationalen, aber auch von Schweizer Entwicklern lanciert." Gaming hat sich laut Züger inzwischen als fester Bestandteil der Unterhaltungskultur etabliert und entwickelt sich zum Leitmedium der Jungen und Junggebliebenen.

Webcode
DPF8_97849

Kommentare

« Mehr