Business Forum Imaging 2018

Wie VR und AR den Fotohandel revolutionieren

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In Köln hat sich die Fotobranche zum Business Forum Imaging 2018 getroffen. Die Teilnehmer diskutierten über die Digitalisierung und deren Auswirkungen auf traditionelle Geschäftsmodelle. Mehrere Konzepte zeigten, welchen Mehrwert Virtual und Augmented Reality dem Handel bieten.

Markus Mathias, CEO von Scasa, präsentierte virtuelle Begehungen von Gebäuden. (Source: Koelnmesse)
Markus Mathias, CEO von Scasa, präsentierte virtuelle Begehungen von Gebäuden. (Source: Koelnmesse)

Vom 28. Februar bis 1. März, knapp sieben Monate vor der Photokina, hat in Köln das diesjährige Business Forum Imaging (BFI) stattgefunden. Im Vorfeld der Photomesse warf Veranstalter Koelnmesse einen Blick auf drängende Themen in der Imaging-Branche aus der Perspektive des Fachhandels.

Laut Mitteilung diskutierten 240 unabhängige Experten, Industrievertreter, Bilddienstleister, Fachhändler und Anwender, wie der Handel die neuen Dimensionen des Imaging zukünftig für sich nutzen kann. Ausserdem besprachen sie, welche Konsequenzen die fortschreitende Digitalisierung für traditionelle Geschäftsmodelle hat. So schreibt Veranstalter Koelnmesse von neuen Chancen für das Marketing. Noch nie habe es so viele Möglichkeiten gegeben, Produkte und Dienstleistungen digital erlebbar zu machen und damit den Vertrieb zu unterstützen.

"Creating New Realities"

Die Veranstaltung unter dem Titel "Creating New Realities" bezog dabei den technologischen Fortschritt im Bereich Virtual, Augmented und Mixed Reality mit ein. Zudem thematisierte sie den Schaffungsprozess mit Hilfe innovativer Aufnahmesysteme, neuer Bearbeitungstechnologien und der Anwendung künstlicher Intelligenz. Ein weiterer Diskussionspunkt war es, Fotos und Videos als Kommunikationsmittel zu verstehen und damit eine angemessene Reaktion auf die Mediennutzung der Digital Natives zu finden.

Die Produzenten und Songwriter Martin und Giorgio Koppehele, Geschäftsführer von Magic Horizons, kombinierten immersiven Sound mit computergenerierten Bildern (CGI). Sie stellten ausserdem Geschäftsmodelle vor, die zeigten, welchen Mehrwert Virtual Reality bieten kann. Ralph Naruhn, Geschäftsführer von Di Support, präsentierte ein Konzept, mit dem man an jedem Ort der Welt am Smartphone Bildprodukte gestalten und diese sofort im Geschäft produzieren lassen kann. Kyran O’Kelly, General Manager von Fujifilm Irland, sprach ebenfalls über den Trend des Ausdruckens. Aufgrund grosser Nachfrage erweitere Fujifilm das Konzept der Square Prints der Instax-Sofortbildkameras auf Poster, Bücher und Wanddekor.

Kundenzufriedenheit im Vordergrund

Am zweiten Tag stand das Einkaufserlebnis im Fokus. Sowohl im stationären Handel wie auch online und vor allem mobil sollte die Kundenzufriedenheit im Vordergrund stehen, lautete das Fazit der Teilnehmer. Für ein gesteigertes Einkaufserlebnis könnten etwa Augmented-Reality-Shopping-Apps (AR) sorgen. Hans Hartman, Präsident von Suite 48 Analytics, präsentierte solche Apps, mit denen etwa die Wiedergabe von Videos aus Fotobüchern möglich ist. Auch können AR-Apps eine Fotowanddekoration im Wohnzimmer simulieren.

Die Themen des diesjährigen BFI sollen ihre Fortsetzung an der Photokina 2018 und der parallel stattfindenden Digital-Reality-Konferenz Digility finden, die vom 26. bis 29. September dauern.

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