Smarthome-Kolumne von René Senn

Das Smarthome kommt nicht aus der Steckdose

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Wer sich ein Smarthome leisten möchte, hat eine unendlich grosse Auswahl und ­tausende Fragen. Eine professionelle Beratung hilft, wenn der Anspruch an Qualität und Nachhaltigkeit gebunden ist.

Lange, lange ist es her, dass die Vorstellung noch ihre Gültigkeit hatte, dass Heimvernetzung und das Smarthome nur etwas für Luxusvillen-Besitzer und Unterhaltungsfreaks sei, die ein Home Cinema und Konzertsound auch im Badezimmer haben. Das gibt es natürlich auch, aber ein Smarthome ist heute auch auf weit tieferem Kosten­niveau zu haben. Zudem ist die Schweizer Wohnbevölkerung zunehmend am Smarthome interessiert, und das spezifische Wissen über die Möglichkeiten und den Nutzen nehmen deutlich und spürbar zu.

Endkunden sind interessiert

Die Endkunden sind über das Thema Smarthome schon viel besser informiert als noch vor einigen Jahren. Konkrete Fragen zu spezifischen Themen und die klare Vorstellung, wie etwas realisiert werden soll, zeigen, dass sich Bauherren bereits intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Dazu beigetragen haben die vielen Hersteller, die sich in diesem Bereich eine Nische suchen. Mit den Sprachassistenten erfährt die Thematik nach dem Smartphone-Boom nun nochmals einen zusätzlichen Schub. Ein erfreulicher Wandel aus Sicht der Branche. Herrschte früher noch die Angst vor der Technik-Abhängigkeit bei den Konsumenten vor, ist es heute das Interesse, die Frage nach dem Nutzen. Erschwerend ist dabei jedoch immer noch, dass viele potenzielle Kunden zwar schon vom Smarthome gelesen haben, jedoch nicht auf Anhieb verstehen, worum es geht und welchen Nutzen ihnen ein Smarthome bringen könnte.

Ein Smarthome benötigt Planung

Will sich ein Bauherr sein Smarthome realisieren, stellen sich ihm gleich viele Fragen – etwa: Was ist denn überhaupt "smart"? Erfahrungsgemäss hängt im professionellen Umfeld ein Smarthome von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Ein Smarthome, so wie wir es verstehen, kann nicht mal schnell im Baumarkt gekauft werden. Wie an dieser Stelle bereits berichtet, gehören Planung, Beratung, Installation und Service dazu. Und so achtet, wer neu baut, als Erstes am besten auf die "passive Ausrüstung" des Wohnraums. Hier geht es vor allem um die Erschliessung der Wohnräume mit geeigneter Verrohrung oder mit Erschliessungskanälen im Boden, die sich vor allem für Nachrüstungen eignen.

Zum Grundausbau zählt auch die Installation eines Kommunikationsnetzwerks. Erst in einem zweiten Schritt folgen die Steuerung der Beleuchtung, Beschattung (Jalousien, Markisen, Vorhänge) und allenfalls Heizung und Lüftung. Je mehr solcher Systeme vernetzt werden können, umso besser. Wer später noch mehr möchte, hat damit erst einmal eine stabile Basisinfrastruktur, auf die er sich tagtäglich verlassen und auf die er jederzeit weitere Dinge und Services aufschalten kann.

Nach oben gibt es keine Grenzen

Wer dann sein Smarthome noch weiter verfeinern möchte, ergänzt diese Basisinstallation mit einer zusätzlichen Visualisierung oder integriert weitere Gewerke wie etwa eine Sicherheitsanlage, Videosprechanlage oder Audio-/Videosysteme. Auch der Zugriff von aussen kann nun basierend auf der bestehenden Basisinstallation umgesetzt werden. Und wie eingangs erwähnt, folgen je nach Budget und Verlangen der Kundschaft dann auch noch die Vollintegra­tion der Unterhaltungselektronik, wie Multiroom-Systeme, Lautsprecher, Projektoren, TVs etc.

All das braucht Planung und Engineering und ist weit mehr als nur auspacken und einstecken. Klar, dass ein solcher professioneller Anspruch auch preislich auf einem anderen Niveau angesiedelt ist. Aber letztlich ist es doch genau das Qualitätsversprechen der Branche, das ein solches Handeln voraussetzen lässt.

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