Ziel: Umsatz im Ausland verdoppeln

V-Zug will den internationalen Markt erobern

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Der Schweizer Haushaltsgerätehersteller V-Zug hat es sich zum Ziel gemacht, seine Einnahmen im Ausland zu verdoppeln. Das soll innerhalb der nächsten fünf Jahre geschehen. Besonders in Asien sind qualitativ hochwertige Haushaltsgeräte gefragt. Doch die Konkurrenz schläft nicht.

(Source: Creativa Images / Fotolia.com)
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V-Zug will international erfolgreicher werden. Der Haushaltsgerätehersteller aus Zug hat sich das Ziel gesetzt, die Einnahmen im Ausland in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln. Das teilte das Unternehmen laut "NZZ" an seiner Halbjahreskonferenz mit. Wie es im Beitrag heisst, trägt das Geschäft im Ausland mit einem Gesamtumsatz von 24 Millionen Franken weniger als 10 Prozent zum Gesamterlös von V-Zug bei. Um das Ziel vom verdoppelten Umsatz auf dem internationalen Markt zu erreichen, wolle sich der Hersteller in erster Linie auf die Ausstattung von Luxuswohnungen in Grossstädten konzentrieren.

Besonders in Asien legten anspruchsvolle Kunden Wert auf eine europäische Ausstattung ihrer Küche, zitierte die NZZ V-Zug-Verwaltungsratspräsident Oliver Riemenschneider. In Asien seien aber auch die Anforderungen für den Markterfolg ganz anders. So müsste dort häufig Dienstpersonal in der Anwendung der Waschmaschinen und Küchengeräte geschult werden, da es meist Angstellte seien, die die Geräte später verwendeten.

Die grösseren Player schlafen nicht

V-Zug bewirtschaftet den internationalen Markt bereits seit einigen Jahren. Laut NZZ umfasst das Auslandsteam rund 140 Mitarbeitende. Aber der Zuger Hersteller ist nicht der einzige Player im Ausland, der europäische Geräte im höheren Preissegment anbietet. Unter anderem haben auch Miele, Electrolux und BSH den asiatischen Markt für sich entdeckt, wie es im Bericht heisst. Diese Unternehmen sind ausserdem alle grösser als V-Zug und generieren um einiges mehr Umsatz.

Trotzdem zeige sich der Verwaltungsrat optimistisch. "Mit Swissness lässt sich auch in der Küche und bei Waschmaschinen punkten", wird Riemenschneider zitiert. Und die NZZ schreibt, V-Zug träume davon, im Ausland eine ähnliche Position einzunehmen wie der Lifthersteller Schindler.

Strafzölle in den USA

Bei der Eroberung des internationalen Markts stellt sich V-Zug noch ein weiteres Hindernis: Donald Trump. Der US-Präsident führte Strafzölle von bis zu 50 Prozent auf importierte Waschmaschinen ein. Daraufhin stieg der Durchschnittspreis für die Geräte in den USA. Die Massnahme richtet sich aber in erster Linie gegen Hersteller aus Südkorea. Wie es im Bericht heisst, bestätigte V-Zug, dass "in vielen Branchen Mauern hochgezogen würden". Den eigenen Sektor sehe der Schweizer Hersteller jedoch nicht betroffen.

Mit Restriktionen von Seiten der USA hat seit geraumer Zeit vor allem Huawei zu kämpfen. Kürzlich setzte der US-Präsident 38 Huawei-Tochterfirmen auf die schwarze Liste. Und auch die Ausnahmegenehmigung, die es US-Unternehmen erlaubte, weiter mit Huawei Geschäfte zu machen, ist ausgelaufen. Trotzdem gibt es für Huawei-Geräte nach wie vor Google-Updates.

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