Zum internationalen Tag des Tees

So gelingt die perfekte Tasse Tee

Uhr

Wie wird der Grüntee nicht bitter? Wie heiss muss das Wasser für eine Tasse Früchtetee sein? Sind Teebeutel oder loser Tee besser? Diese und weitere Fragen klärt das FAQ zum internationalen Tag des Tees, dem 21. Mai.

(Source: Content Pixie / Unsplash)
(Source: Content Pixie / Unsplash)

Mit der kälteren Jahreszeit hat auch die Teezeit wieder begonnen. Egal ob zum Fondue, am Morgen im Büro oder an einem regnerischen Sonntagnachmittag auf der Couch – eine gute Tasse Tee kann einem das Leben versüssen. Doch gilt es bei der Teezubereitung einiges zu beachten, damit der Aufguss gelingt und die Teeblätter ihr volles Aroma entfalten.

Beutel, Teesieb oder komplett lose?

Früher galt generell: Loser Tee ist qualitativ besser als Beuteltee. Mittlerweile gibt es aber auch sehr gute Tees in Beuteln. Wer Beuteltee kauft, sollte nicht nur auf den Inhalt, sondern auch auf die Form des Beutels achten. Die Pyramidenform eignet sich besonders gut, da die Teeblätter hier am meisten Platz haben, um aufzuquellen, sich auszubreiten und so ihren Geschmack zu entfalten.

Der Deutsche Tee und Kräutertee Verband empfiehlt, für die Zubereitung grundsätzlich losen Tee zu verwenden. "Am besten eignen sich Siebeinsätze in der Grösse der Teekanne, grosse Papier- oder Dauerfilter mit Baumwollnetz", heisst es dort. Tee-Fans können die Blätter auch direkt in eine Kanne kippen und den Tee erst beim Ausschenken sieben. Von Tee-Eiern rät der Verband eher ab. Sie seien häufig zu klein, damit sich der Tee entfalten könne.

Welcher Tee muss wie lange ziehen?

Verschiedene Tees brauchen unterschiedlich lange Ziehzeiten. Grüntee muss am wenigsten lange ziehen. Hier reichen meist schon 2 Minuten. Bleiben die Grünteeblätter zu lange im heissen Wasser, wird der Aufguss bitter.

Für Schwarztee gilt eine Ziehzeit von 3 bis 5 Minuten. Früchte- und Kräutertees brauchen am längsten, um ihren Geschmack zu entfalten. Der Deutsche Teeverband gibt eine Wartezeit zwischen 5 und 10 Minuten an - je nachdem wie stark man das Aroma haben möchte. Wer es bei der Ziehzeit ganz genau wissen will, wirft aber am besten nochmals einen Blick auf die Teepackung respektive -dose. Dort ist in den häufigsten Fällen die geeignete Dauer für den jeweiligen Tee angegeben.

Welche Wassertemperatur für welchen Tee?

So wie die Ziehzeit variiert auch die ideale Wassertemperatur von Teesorte zu Teesorte. Laut der Britischen Tee- und Aufguss-Gesellschaft gelingt Grüntee mit 80 Grad Celsius heissem Wasser am besten. Schwarztee mag Temperaturen zwischen 90 und 98 Grad Celsius am liebsten und für Kräuter- und Früchtetee bringt man das Wasser am besten komplett zum Kochen.

 

Und die Wasserqualität?

Für die perfekte Tasse Tee braucht es unbedingt frisches Wasser. Gerade für Grüntee sollte das Wasser zudem nicht zu hart sein. Wer in einer Region mit kalkhaltigem Leitungswasser lebt, sollte das Wasser also erst filtern oder Mineralwasser ohne Kohlensäure aufkochen. Zudem sollten Teeliebhaber und -liebhaberinnen das Wasser nicht ewig auf dem Herd lassen, sondern direkt verwenden, sobald die optimale Temperatur für den jeweiligen Tee erreicht ist.

Wie viel Tee pro Tasse?

Die Faustregel lautet: Pro Tasse braucht es einen Teelöffel an Teeblättern. Das entspricht etwa 2 bis 3 Gramm Tee. Für eine Kanne kann man auch gerne noch einen Teelöffel zusätzlich dazugeben.

Wie sieht das richtige Teegeschirr aus?

Das Teegeschirr ist vom persönlichen Geschmack abhängig. Allerdings gibt es auch hier gewisse Produkte, die sich besser für gewisse Tees eignen als andere. Der Deutsche Tee und Kräutertee Verband empfiehlt Teekannen aus Glas oder Porzellan, da sie keinen Eigengeschmack besitzen und viel Raum für ein Teesieb bieten. Teekannen aus Ton sind für Schwarztee am besten geeignet. Ausserdem lohnt es sich, für Schwarztee und Grüntee separate Kannen zu verwenden, da der Schwarzteegeschmack sonst auf den sanfteren Grüntee abfärben könnte. Das Gleiche gilt für Früchte- und Kräutertees, die häufig sehr aromatisch sind.

Teetassen sollten möglichst flach und aus Porzellan sein, wie es weiter heisst. Teegläser seien bei Tee-Fans ebenfalls beliebt und eignen sich wegen ihrer Höhe vor allem für Chai-Tee.

Wie sieht die richtige Aufbewahrung aus?

Tee ist ein Naturprodukt und sehr empfindlich. Er muss kühl und trocken gelagert werden und sollte nicht neben stark duftenden Lebensmitteln stehen. Gut verschliess­bare Blechdosen oder lichtgeschützte Gläser sind am besten geeignet.

Und was ist mit speziellen Teemaschinen?

Weder die Britische Tee- und Aufguss-Gesellschaft noch der Deutsche Tee und Kräutertee Verband äussern sich zu diesem Thema. Bei ihnen wird noch traditionell gebrüht. Während einige Teemaschinen den Liebhaberinnen und Liebhabern des Heissgetränks dank Timer und Temperaturfunktion Arbeit abnehmen, dürften Tee-Fans bei einigen den eher beschränkten Platz für das Ziehenlassen der Teeblätter bemängeln.

Welche Typen von Teemaschinen gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten von Teemaschinen. Zu ihnen zählen: Teebereiter, Teeautomaten, Samoware, Pressfilter-Teebereiter und Tee-Wasserkocher.

  • Teebereiter bringen das eingefüllte Wasser zum Kochen. Bevor das Wasser per Knopfdruck in die untergestellte Tasse oder das Glas weitergeleitet wird, muss es kurz abkühlen. Der Timer am Teebereiter zeigt an, wann die passende Brühzeit erreicht ist.

  • Teeautomaten bereiten den Tee ähnlich wie eine Kaffeemaschine zu. Sie verfügen über einen Wassertank und ein Aufbrühfach, das mit Teebeuteln, Teepads oder frischem Tee befüllt wird. Der Timer lässt sich passend zur eingefüllten Teesorte einstellen, um einen gut gezogenen Tee zu erhalten. Nach Ende der Ziehzeit läuft der Tee in die untergestellte Teekanne, die auf einer Warmhalteplatte steht.

  • Samoware sind russische Teebereiter, die man hier eher selten sieht. Ein Samowar ist eine Art Wasserkocher mit zwei Kannen. In der unteren Kanne wird das Wasser erhitzt, in der oberen Kanne befinden sich die Teeblätter. Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird der Tee aufgebrüht. An der Seite befindet sich ein Ablaufhahn, durch den der fertig gezogene Tee «gezapft» wird.

  • Das French-Press-System gibt es auch für Tee. Bei Pressfilter-Teebereitern werden die losen Teeblätter in die Teekanne gefüllt und mit heissem Wasser übergossen. Nach Ablauf der Ziehzeit werden die Teeblätter vom Wasser getrennt, indem der Pressfilter auf den Boden gedrückt wird.

  • Tee-Wasserkocher sind mit einem Sieb ausgestattet, in das man die Teeblätter füllt. Bei Erreichen der Wassertemperatur senkt sich das Teesieb bei manchen Geräten automatisch ab und wird nach der Ziehzeit wieder angehoben. Bei manchen Tee-Wasserkochern lässt sich das Teesieb entfernen, um das Gerät als normalen Wasserkocher zu nutzen.

Lesen Sie ausserdem: Mystery-Shopperin Astrid T. hat sich im Handel auf die Suche nach einem Gerät zur Teezubereitung gemacht.

Webcode
DPF8_273782