Podium Konferenztechnik

Mitarbeitende werden zum Ansprechpartner von Conferencing-Spezialisten

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Die Coronakrise hat dem Markt für Conferencing-Lösungen einen ordentlichen Schub verliehen. Dabei nehmen zusehends die Mitarbeitenden die Rolle der Ansprechpartner für Hersteller und Händler ein. Diesen und andere Trends beleuchtet Henning Schäfer, Senior Director Sales DACH & EE bei Poly.

Henning Schäfer, Senior Director Sales DACH & EE, Poly. (Source: zVg)
Henning Schäfer, Senior Director Sales DACH & EE, Poly. (Source: zVg)

Wie hat sich der Schweizer Markt für Konferenztechnik in den ­vergangenen Jahren entwickelt?

Vor der Coronapandemie ist der Schweizer UCC-Markt nicht mehr so stark gewachsen wie in den Jahren zuvor. Teilweise war der Markt sogar gesättigt, da die meisten grösseren Unternehmen bereits auf UCC umgestellt hatten, andere haben es bis dato nicht als notwendig erachtet.

Welche Veränderungen gab es aufgrund der Coronakrise?

Laut einer Studie von Deloitte ist seit Beginn der Krise der Anteil der Schweizer, die von zuhause aus arbeiten, von 25 auf 50 Prozent gestiegen. Geschäftsreisen und persönliche Gespräche wurden grösstenteils durch virtuelle Meetings ersetzt. Infolgedessen kam es zu einem Boom bei der Einführung von Video-, Audio- und Software-Services sowie entsprechender Hardware. Denn mittels moderner Technologie ist die Vernetzung und produktive, standortübergreifende Zusammenarbeit problemlos möglich.

Welche technischen Trends gilt es momentan im Auge zu behalten?

Der «Prosumer» steht im Fokus. Wir sprechen inzwischen nicht mehr nur die IT-Verantwortlichen an, die sich um die technische Ausstattung der Belegschaft kümmern, sondern vielmehr die ­Mitarbeitenden selbst, die sich eigenständig passendes Equipment für die Arbeit im Homeoffice beschaffen. Damit ändern sich auch die Anforderungen an die Hardware: Geschäftlicher Nutzen und individuelle Vorlieben nehmen künftig einen gleichwertigen Stellenwert bei der Kaufentscheidung ein. Besonders die Nachfrage nach Videolösungen ist enorm gestiegen. Durch die Nutzung verschiedener Dienste, wie Zoom und Microsoft Teams, im selben Unternehmen müssen wir auch hier die Anwender direkt ansprechen, um den genauen Bedarf zu ermitteln.

Welche Entwicklungen erwarten Sie für 2021?

Wir stehen nun an der Schwelle zum «Next Normal» – wie genau das aussehen wird, ist vielen Unternehmen jedoch noch unklar. Fest steht, dass laut einer Umfrage des Online-Business-Netzwerks Xing die hybride Arbeitsweise, die das Arbeiten im Homeoffice und im Büro erlaubt, bei 85 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen zu einem integralen Bestandteil werden wird.

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