Alibaba macht’s möglich

Reisen in Coronazeiten? Ja, aber nur per Livestream

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von Leslie Haeny und ml

Der chinesische Onlinegigant Alibaba bietet eine Lösung für Menschen an, die das Reisen vermissen. Er nimmt sie in virtuellen Livestreams mit auf Touren durch den Louvre oder das Natural History Museum in London. Auch für virtuell Reiselustige aus der Schweiz gibt es Angebote.

Alibaba nahm die Zusachuerinnen und Zuschauer mit ins National History Museum in London (Source: Yeo Khee / Unsplash)
Alibaba nahm die Zusachuerinnen und Zuschauer mit ins National History Museum in London (Source: Yeo Khee / Unsplash)

Für viele ist die letzte Auslandsreise schon ein Weilchen her. Und wer weiss, wie lange die Coronapandemie noch dafür sorgen wird, dass beim Reisen starke Einschränkungen herrschen. Damit das Fernweh nicht allzu schlimm wird, hat sich der chinesische Onlinegigant Alibaba etwas einfallen lassen. Über seine Reiseplattform Fliggy lässt der Konzern laut "Onlinehändlernews" Nutzerinnen und Nutzer kostenlos per Livestream an virtuellen Touren teilnehmen.

Wie auf dem Firmenblog des chinesischen Konzerns zu lesen ist, führte eine dieser Touren durchs Natural History Museum in London. Diese wurde von zwei Mitarbeitenden des Museums geleitet. Teil der Tour war auch ein Q&A, an dem die Zuschauerinnen und Zuschauer ihre Fragen loswerden konnten. Mehr als 100’000 Personen schauten laut Alibaba beim Livestream zu.

Die virtuellen Touren bietet Fliggy bereits seit Februar 2020 an. Unter anderem führte die Plattform durch den Louvre, das Schloss Versailles und das Centre Pompidou.

Per Webcam an den Strand

Alibaba ist nicht das einzige Unternehmen, das auf die Idee kam, Reiseenthusiasten und alle, die wiedereinmal einen Blick auf etwas anderes als die eigenen vier Wände erhaschen möchten, online abzuholen. Kuoni veranstaltete etwa vom 26. bis 28. Januar einen virtuellen Reiseevent. Dabei gab es unter anderem Vorträge über Alaska, die Malediven, Uganda und Co. Aber auch über spezifische Arten des Reisens wie zum Beispiel Bahnreisen oder Hochzeitsreisen wurde gesprochen.

Das Portal "Reisereporter" suchte für alle, die den Strand vermissen, verschiedene Livecam-Dienste zusammen. Über diese kann man den Strand so lange beobachen, wie man will. Die Seite verlinkt unter anderem auf einen Webcam-Service, der Live-Bilder von der deutschen Urlaubsinsel Sylt sendet.

"Einen scheinbar endlosen Strand mit einem tiefblauen Meer kannst du live über eine Beach-Webcam in Hoek van Holland betrachten", steht auf dem Portal. Auf "Skyline Webcams" finde man zudem Beach-Webcams auf der ganzen Welt, heisst es weiter.

Wer die Scheizer Berge vermisst, sich aber momentan lieber nicht in ein Skigebiet wagen möchte, kann sich natürlich auch über die dort zahlreich vorhandenen Webcams Skipisten-Feeling ins Wohnzimmer holen.

Aus der Corona-Not eine Tugend gemacht hat auch das Berner Fotofachgeschäft Zumstein. Der Händler nimmt seine Kundinnen und Kunden zwar nicht per Stream mit auf Reisen, berät sie aber neuerdings virtuell in einer Beratungsbox vor seinem Ladenlokal. So können sich Kundinnen und Kunden trotz Corona vor Ort beraten lassen und das Gekaufte direkt mitnehmen.

Webcode
DPF8_205013

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