GfK-Studie

Schweizer haben die zweithöchste Kaufkraft in Europa

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GfK hat die Kaufkraft in verschiedenen europäischen Ländern untersucht. Diese ist, unter anderem wegen Corona, um 5,3 Prozent gesunken. Doch die nationalen Unterschiede innerhalb der 42 untersuchten Länder in Europa sind beträchtlich: Schweizer haben die dreifache Kaufkraft im Vergleich zum europäischen Durchschnitt.

(Source: GfK)
(Source: GfK)

GfK hat seine jährliche Studie "Kaufkraft Europa 2020" herausgebracht. Gemäss den Ergebnissen haben Europäer für das Jahr 2020 knapp 9,5 Billionen Euro zur Verfügung. Pro Kopf entspricht das einer durchschnittlichen Kaufkraft von 13'894 Euro. Laut GfK verzeichnet die Pro-Kopf-Kaufkraft 2020 einen Rückgang von nominal knapp 5,3 Prozent im Vergleich zum revidierten Vorjahreswert. Der Grund: die anhaltende Coronapandemie und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft. Es gibt jedoch deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Ländern, wie der Blick auf die Top 10 zeigt.

Schweiz weit über dem europäischen Durchschnitt

Schweizern und Schweizerinnen stehen im Jahr 2020 insgesamt 41'998 Euro pro Kopf zur Verfügung. Damit hat die Schweiz eine mehr als das dreifache Kaufkraft im Vergleich zum europäischen Durchschnitt, schreibt GfK. Sie nimmt auf dem Ranking den zweiten Platz ein. Übertrumpft wurde die Schweiz lediglich von Liechtenstein. Wie im Vorjahr belegt das Fürstentum den ersten Rang unter den 42 europäischen Ländern. Die Liechtensteiner Pro-Kopf-Kaufkraft beträgt laut GfK 64'240 Euro. Damit liege das Fürstentum mehr als das 4,6-fache über dem europäischen Durchschnitt. Ebenfalls in den Top 3 des Kaufkraft-Rankings befindet sich Luxemburg. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 34'119 Euro, die mehr als das 2,5-fache über dem europäischen Durchschnitt liegt, belegten sie den dritten Platz.

Grosse Schere innerhalb von Europa

GfK merkt an, dass auch alle anderen Länder in den Top 10 eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft aufweisen: Die Kaufkraft dieser Länder liege mindestens 50 Prozent über dem europäischen Durchschnitt. Von den untersuchten Ländern hätten 16 eine überdurchschnittliche Pro-Kopf-Kaufkraft aufgewiesen, 26 seien unter dem Durchschnitt gewesen. Schlusslicht des Gesamt-Rankings bilde die Ukraine. Dort hätten die Menschen 1703 Euro pro Kopf zur Verfügung.

Corona-Impact-Index: Schweiz am wenigsten von Krise betroffen

Dieses Jahr hat GfK zudem berechnet, wie sehr die jeweiligen Länder im europäischen Vergleich unter den Auswirkungen von Covid-19 gelitten haben. So zeige der "Corona-Impact-Index" die Unterschiede im Wohlstandsverlust der privaten Haushalte durch die Coronakrise. Liechtenstein und die Schweiz, welche die höchste Kaufkraft aufwiesen, seien auch die beiden Länder, die am wenigsten unter der Krise gelitten haben. Liechtenstein sei laut GfK rund 85 Prozent weniger von der Coronakrise betroffen gewesen als der europäischen Durchschnitt. Bei der Schweiz sei es etwa 74 Prozent weniger gewesen.

(Source: GfK)

GfK davon aus, dass der Markt für technische Konsumgüter auch in Zukunft umsatzstark bleiben wird und trotz der aktuellen Situation auf dem Niveau des vergangenen Jahres bleibt. Lesen Sie hier mehr zur Prognose.

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