Porträt Ceto Solutions

Hi-Fi im Einrichtungshaus entdecken

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Marcel Vögtlin von Ceto Solutions hat sich bei Möbel Rösch eingemietet. Sein Erfolgsrezept: Die Kunden kommen wegen der Möbeleinrichtung zu Möbel Rösch, dann wird der Bogen zu Multimedia gespannt.

Marcel Vögtlin (l.) und Michael Federer im Möbel Rösch in Basel.Trade & Commerce Porträt.(Source: Netzmedien)
Marcel Vögtlin (l.) und Michael Federer im Möbel Rösch in Basel.Trade & Commerce Porträt.(Source: Netzmedien)

Marcel Vögtlin von Ceto Solutions hat sein Erfolgsrezept gefunden. Der selbstständige Unternehmer ist seit sechs Jahren bei Möbel Rösch eingemietet. Im 4600-Quadratmeter-Einrichtungshaus an der Güterstrasse, wenige Meter vom Bahnhof Basel entfernt, finden sich auf 6 Stockwerken Hi-Fi- und Multimedia-Produkte von Ceto Solutions, integriert in verschiedene Wohnlandschaften. "So sehen die Kunden Lösungen und können sich vorstellen, wie die Lautsprecher bei ihnen zuhause aussehen", sagt Vögtlin.

Die Kombination aus Möbeln und Multimedia kommt gut an. Laut Vögtlin läuft das Geschäft sehr gut, der Umsatz wächst stetig, nicht zuletzt auch deshalb, weil Ceto seit anderthalb Jahren im 5. Stock von Möbel Rösch ein kleines Hi-Fi-Studio betreibt. Die Preise für Hi-Fi reichen von zirka 2000 Franken bis zu mehreren zehntausend Franken für High-End-Hi-Fi von Schweizer respektive europäischen Premium-Brands wie etwa Piega, T&A, Cabasse, Elac, ­Meridian, Rega, Crtech oder Cambridge. Vögtlin versteht es, eine den Kundenwünschen entsprechende Lösung zu finden. Hi-Fi beinhaltet nicht nur Streamer, Verstärker oder Lautsprecher, sondern eine ebenso wichtige Rolle in der perfekten Kette spielen das richtige Kabel, der Stromfilter, die Entkoppelung der Geräte und die Aufstellung. Für Vögtlin gehört das Probehören in den eigenen vier Wänden zum Service.

Zusammenarbeit empfohlen

Die Kunden kämen für die Wohneinrichtung zu Möbel Rösch, dann werde der Bogen zu Multimedia gespannt. Die Zusammenarbeit funktioniere sehr gut, oft gebe es gemeinsame Projekte, würden Synergien genutzt, sagt Vögtlin. Bei kombinierten Lösungen liefert Möbel Rösch den Kunden das Mobiliar, derweil Vögtlin die Geräte installiert.

Während der Woche ist Vögtlin bei Kunden zuhause, nur samstags ist er im Laden anzutreffen. "Unsere Kunden schätzen den persönlichen Kontakt und wollen nicht mehrere Ansprechpartner", sagt er. Wichtig sei eine umfassende Bedarfsabklärung, so würden sich etwa nur die Wenigsten Gedanken über Multimedia beim Hauskauf machen. Vögtlin empfiehlt die Zusammenarbeit mit Planern, sodass die Lösung aus Möbeln und Multimedia in der neuen Wohnung massgeschneidert, ohne Kabelsalat und doch günstiger als von der Stange sein könne.

"Das klassische Möbelhaus ist tot"

"Möbel Rösch will seinen Kunden alles unter einem Dach anbieten", erklärt Inhaber Michael Federer sein Konzept. Für Federer gehören zum Wohnen auch die Themen Licht, Küche, Bad, Garten und eben auch Multimedia. Möbel Rösch wolle seinen Kunden das "Rundumwohlfühlpaket" bieten, sagt er. Da die Mitarbeiter aber keine Audio- und TV-Techniker seien, setze er auf die Zusammenarbeit mit Experten für Multimedia, für Badewelten, Küchen und ab nächstem Jahr auch für den Garten. Experten wie Marcel Vögtlin sind Mieter bei Möbel Rösch und arbeiten auf eigene Rechnung, ohne gegenseitige Provisionen, wie Federer erklärt.

Das klassische Möbelhaus sei tot, 4600 Quadratmeter Fläche ein Auslaufmodell, sagt Federer. Heute müssten sie die Fläche anders bespielen. Deshalb veranstalte Möbel Rösch etwa Anlässe, darunter auch zweimal jährlich exklusive Modeschauen mit jeweils 1200 Besuchern. Versicherungen schulten die Mitarbeiter mit der Inneneinrichtung von Möbel Rösch. Am stationären Geschäft will Federer aber auch deshalb festhalten, weil er im Onlineshop keinen Ersatz sieht, "solange man die Textilien eines Möbels online nicht fühlen kann". Ausserdem schiesse man mit einem Onlineshop im hochwertigen Segment in jedem Fall ein Eigentor. Der Shop stehe im Widerspruch zur persönlichen Beratung. Zudem sei die Vielfalt bei Möbeln, wie etwa einem Stuhl, zu gross, um sie online darstellen zu können.

Um neue Ladenkonzepte drehte sich auch das Retail Forum 2019. So zeigte beispielsweise der Flughafen Zürich, wie Beuscher in das für 2020 geplante Zentrum "The Circle" gelockt werden sollen. Mehr zum Event lesen Sie hier.

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