OLED-TV Beovision Harmony

Bang & Olufsen präsentiert neuen Fernseher

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Bang & Olufsen hat in Zürich seinen neuen OLED-Fernseher Beovision Harmony vorgestellt. Dazu war der hauseigene Tonmeister vor Ort. Das Gerät überraschte nicht nur mit seinem Design.

Der dänische Hi-Fi-Hersteller Bang & Olufsen hat vergangenen Freitag zu einer Präsentation in seinen Flagship-Store in Zürich eingeladen. Der Anlass war sein neuer Fernseher, das Modell Beovision Harmony.

Unter einem schwarzen Tuch schlummerte der 77 Zoll grosse OLED-TV, bevor Tonmeister Geoff Martin das Gerät enthüllte. Das Keyfeature des Geräts ist auf den ersten Blick ersichtlich, die hölzernen Frontblenden bedecken im geschlossenen Zustand einen guten Teil des Bildschirms. Zirka fünf Sekunden später sind die Blenden ausgefahren und unterhalb des Bildschirms positioniert. Die Techniker bei Bang & Olufsen arbeiten immer noch an der Optimierung des Vorgangs, um die richtige Balance zwischen Tempo und Natürlichkeit zu finden, wie Martin verriet.

Vor der Präsentation. (Source: Netzmedien)

Der Beovision Harmony verfolgt damit die Designidee von B&O, die Produkte auch als Einrichtungsgegenstände im Raum zu platzieren. Nicht jeder Kunde wolle einen fast zwei Meter grossen schwarzen Spiegel im Wohnzimmer haben. Das Design der Lautsprecherblende aus Eichenholz und Aluminium orientiert sich am bekannten Retrolook der Firma.

(Source: Netzmedien)

Worauf es bei der Präsentation des Fernsehers aber wirklich ankam, war der Ton. Denn unter der Holzblende sorgen die Lautsprecher und Verstärker für einen 3-Kanal-Stereo-Sound.

Tonmeister Martin sagte, er möchte ohne Filter und Equalizer den Ton so ins Wohnzimmer transportieren, wie er im Studio beabsichtigt war. Dafür müssen auch die negativen Effekte des Raums entfernt werden, per hauseigener App lässt sich jedes Zimmer für den optimalen Bedarf ausmessen. Bis zur Veröffentlichung im Oktober wird bei B&O weiterhin an der Software gearbeitet.

Tonmeister Geoff Martin (Source: Netzmedien)

Auf der Hardwareseite macht der Beovision Harmony einen zusätzlichen AV-Receiver überflüssig, die Technik steckt bereits im Gerät. Bis zu 16 verschiedene Channels liessen sich kabellos mit dem Fernseher steuern. In der Präsentation überzeugte im Fernsehmodus besonders der Centerspeaker mit einer klaren Audiowiedergabe, ebenso der fliegende Wechsel auf weitere im Raum verteilte B&O-Lautsprecher. Im Zusammenspiel mit den Lautsprechern Beolab 50 erzeugte der Beovision Harmony einen, besonders in der Tiefe, beeindruckenden Raumklang.

Auf der Panelseite vertraut man auf die Technik des LG OLED C9, wie The Verge schreibt. Laut Martin ist der Beovision Harmony das erste Produkt, bei dem sich die Kooperation mit dem koreanischen Elektronikkonzern wirklich auszahle. Der mit webOS betriebene Smart-TV unterstützt zudem das Dolby-Vision-Format. Inhalte lassen sich über die gängigen Apps, sowie Airplay und Chromecast streamen.

Der Beovision Harmony 77. (Source: Netzmedien)

In Deutschland beträgt die Preisempfehlung für den Beovision Harmony 18'500 Euro, ein offizieller Preis für die Schweiz wurde noch nicht bekannt gegeben. Fux Multimedia Solutions aus Zürich führt ihn allerdings in der gezeigten Ausführung für 22'000 Franken. Die vorgestellte 77-Zoll-Variante ist eine von drei wählbaren Bildschirmgrössen.

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