Zäsur in der Kamerageschichte

Canon verkauft seine letzte analoge Kamera

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Canon hat die letzte analoge Filmkamera verkauft: Die Produktion der EOS-1V endete vor acht Jahren und die Lagerbestände reichten bis heute. Mit dem Verkauf endet für Canon eine über 80 Jahre dauernde Filmkamerageschichte.

Kwanon von Canon. (Source: Screenshot Canon, https://global.canon/en/c-museum/product/film1.html)
Kwanon von Canon. (Source: Screenshot Canon, https://global.canon/en/c-museum/product/film1.html)

Der japanische Hersteller Canon hat seine letzte analoge Filmkamera verkauft. Die EOS-1V produzierte Canon von 2000 bis 2010 und gilt als letzte analoge Kamera des Herstellers. Sie diente als Basis für die digitalen EOS-1D/Ds/D X-Profimodelle.

Wie Techcrunch.com berichtet, kann dieser Schritt eine Zäsur in der Kamerageschichte bedeuten. Die Bestände der Kamera reichten seit Produktionsstopp 2010 ganze acht Jahre und Canon verspricht, dass beschädigte Kameras bis zum 31. Oktober 2025 mit Support unterstützt werden, sofern die Ersatzteile vorrätig sind. Trotz des Ausverkaufs können Nostalgiker eine EOS-1V relativ leicht aus zweiter Hand beziehen. Andere Kamerahersteller wie beispielsweise Nikon produzieren weiterhin analoge Filmkameras.

EOS-1V von Canon (Source: Canon).

Die 35-Milimeter-EOS-1V gehört zu den Profimodellen des Herstellers und mit einer Bildfrequenz von bis zu 10 Bildern pro Sekunde zu den weltweit schnellsten Spiegelreflexkameras mit beweglichem Spiegel. Als Canon vor über 80 Jahren mit der sogenannten Kwanon eine 35-Milimeter-Schlitzverschlusskamera auf den Markt brachte, habe sich der Traum der Ingenieure erfüllt, mit dem damals in der Kameraindustrie führenden Europa gleichzuziehen.

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