Stiftung Warentest gibt Tipps

Worauf man beim Kauf eines Kühlschranks achten sollte

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von Leslie Haeny und jor

Grosse Kühlschränke und Kühl-Gefrier-Kombinationen kühlen häufig besser als ihre kleineren Pendants. Das hat ein Vergleich von Stiftung Warentest ergeben. Die Verbraucherorganisation zeigt zudem, worauf man beim Kauf achten sollte.

(Source: Sidekix Media / Unsplash)
(Source: Sidekix Media / Unsplash)

Beim Kauf eines Kühlschranks oder einer Gefrierer-Kühlschrank-Kombination kommt man mit einem teureren Gerät, das wenig Strom verbraucht, langfristig günstiger weg, als wenn man in ein Stromfresser-Schnäppchen investiert. Zu diesem Schluss kommt Stiftung Warentest. Die Verbraucherorganisation rät darum dazu, beim Kauf immer auch den Stromverbrauch der Kühlschränke oder Kombigeräte im Auge zu behalten.

Im aktuellen Test der Organisation schnitten vor allem grosse Kühlschränke (Modelle ab 1,80 Meter) gut ab, wenn es um die Kühl- und Gefrierleistung geht. Bei einigen kleineren Kühl-Gefrier-Kombinationen von 1,20 bis 1,50 Metern sieht es anders aus. "Sie kühlten so langsam, dass sie ein schlechtes Urteil kassierten", schreiben die Tester. Zudem fehle den kleineren Geräten häufig die Alarmfunktion, die angibt, wenn die Tür des Kühlschranks oder Gefrierfachs zu lange offen steht. Stiftung Warentest gibt zusätzlich einige Tipps, worauf man beim Kauf eines Kühlschranks oder eines Kombi-Geräts achten sollte:

 

Kleinere Geräte oft weniger nutzerfreundlich

Laut Stiftung Warentest sind viele kleinere Kühlschränke oder Kühl-Gefrier-Kombinationen nicht so nutzerfreundlich wie grosse Modelle. So hätten die kleinen Geräte häufig schlecht verstellbare Ablagen und schwergängige Einschübe. Zudem kritisieren die Tester, dass das Einstellen der gewünschten Temperatur nicht immer einfach sei und sich die Reinigung kleiner Geräte häufig sehr aufwändig gestalte.

 

No-Frost-Funktion erspart das Enteisen

Wer eine Kühl-Gefrier-Kombination hat oder sich eine anschaffen möchte, sollte die Gefriereinheit mindestens einmal im Jahr abtauen. Ansonsten beeinträchtigt die sich ansammelnde Eisschicht die Funktionsfähigkeit des Geräts und sorgt dafür, dass es mehr Strom verbraucht. Wer sich das Abtauen ersparen möchte, sollte laut Stiftung Warentest nach einer Kühl-Gefrier-Kombination Ausschau halten, die eine No-Frost- oder Abtauautomatik habe.

 

Wo Kaltlagerfach drauf steht, ist nicht immer ein Kaltlagerfach drin

"Mehrere Geräte haben im unteren Kühlteil ein oder zwei spezielle Fächer, die besonders kalt werden können", schreibt die Verbraucherorganisation. In diesen Kaltlagerfächern können Konsumentinnen und Konsumenten Lebensmittel bei Temperaturen zwischen 3 und minus 2 Grad Celsius lagern. Aber nicht jedes als solches beworbene Kaltlagerfach sei auch wirklich eines. "Bei echten Kaltlagerfächern deklarieren die Anbieter deren Grösse auf dem Energieetikett und dem Typenschild", schreiben die Tester.

 

Energielabels warnen vor Stromfressern

Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich die Geräte im Stromverbrauch teils stark und die Investition in einen stromsparenden Kühlschrank lohnt sich auf lange Sicht. Um den Stromverbrauch zu erkennen, sollte ein Blick aufs Energieetikett genügen.

Schweizer besitzen mehr und mehr Elektrogeräte, verbrauchen aber immer weniger Strom. Das ergab eine Studie des Bundesamts für Statistik. Um über 13 Prozent ist der Energieverbrauch innerhalb von 17 Jahren gesunken. Das, obwohl rund 34 Prozent mehr Elektrogeräte zum Einsatz kommen.

 

Einbaugeräte oder freistehende Kühlschränke?

Zwar wird in Schweizer Mietwohnungen der Einbaukühlschrank meist vom Vermieter gestellt, wer sich aber eine eigene Küche bauen möchte, steht trotzdem vor der Frage: Einbaukühlschrank oder lieber ein freistehendes Gerät? Stiftung Warentest gibt für Einbaugeräte folgende Punkte zu bedenken: Wer einen solchen Kühlschrank möchte, muss darauf achten, dass genügend Platz für die Hinterlüftung vorhanden ist. Zudem müssen die Einbaugeräte meist etwas weniger breit sein, damit sie in den dafür vorgesehenen Platz passen. Die Tester weisen auch darauf hin, dass bei den Geräten zusätzliche Montagekosten dazukommen.

 

An der diesjährigen CES gab es auch einige Kühlschrank-Neuheiten zu sehen. So präsentierte LG beispielsweise einen Door-in-Door Kühlschrank namens Insta View, bei dem durch zweimaliges Anklopfen das Licht im Kühlschrank angeht. Mehr erfahren Sie hier.

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DPF8_207721

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