Stückzahlenplus von 14 Prozent

Jura meldet Rekordjahr für den Verkauf von Vollautomaten

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von Corina Mühle und Marc Landis

Jura hat seine Geschäftszahlen für 2017 vorgelegt. Das Unternehmen verkaufte so viele Vollautomaten wie noch nie. Rund 366'000 Stück gingen über die Ladentheke.

Der Kaffeevollautomaten-Hersteller Jura Elektroapparate hat heute Morgen am Geschäftssitz in Niederbuchsiten an einer Pressekonferenz rekordverdächtige Geschäftszahlen für das Jahr 2017 präsentiert. Demnach verkaufte Jura im vergangenen Jahr 366'000 Kaffeevollautomaten, 14 Prozent mehr als 2016. Damals waren es noch 45'000 Stück weniger gewesen.

Der konsolidierte Umsatz stieg 2017 auf 480 Millionen Franken, im Vergleich zu 421 Millionen 2016. Den Erfolg führt CEO Emanuel Probst unter anderen auf die Geräteplattform E8/E800 zurück, die sich rund 150'000 Mal verkauft habe. Es sei das erfolgreichste Gerät in Juras Firmengeschichte. Auch die Markteinführung der S8 im Haushaltsegment sowie der X-Linie im Office- und Professionalbereich trugen laut Jura zum guten Resultat bei. Ein weiterer Erfolgsfaktor waren laut Probst die Investitionen in eine verstärkte Präsenz am Verkaufspunkt. Zudem seien "die hervorragenden Rahmenbedingungen durch die positive Weltkonjunktur und die stabile Währungssituation" wichtige Wachstumtreiber gewesen. "Wer bei solchen Bedingungen kein Geld verdient, dem kann man nicht mehr helfen", sagte Probst.

Von den 480 Millionen Franken Umsatz generiert Jura einen Grossteil in seinen "europäischen Kernmärkten", insbesondere natürlich in seinem grösstem Teilmarkt Deutschland. Aber auch in der Schweiz lief das Geschäft gut. 10 Prozent mehr Umsatz (Stückzahlen und Wert) will Jura hierzulande 2017 erzielt haben. Und auch in den aufstrebenden Regionen Osteuropas, aber auch in Skandinavien und Australien, "verzeichnen wir ebenfalls ein starkes Momentum", wie Emanuel Probst heute sagte. In Australien hatte zudem Jura kürzlich im Beisein von Markenbotschafter Roger Federer die neue Länderniederlassung in Melbourne eröffnet, kurz bevor dieser am Australian Open seinen 20. Grand-Slam-Sieg feierte. Die Zusammenarbeit mit Roger Federer hatte Jura 2015 um fünf Jahre bis 2020 verlängert.

5 Millionen Impressa seit 1994 verkauft

Probst blickte auch in die Zukunft. So seien die Arbeiten für die Lancierung eines neuen Mikro-Vollautomaten für den Haushaltgebrauch im Gang. Zudem will Jura das neue Profigerät Giga X8 auf den Markt bringen. Und auch eine Jura Operating Experience App will der Kaffeemaschinenhersteller demnächst lancieren. So soll es damit dann möglich sein, Verbrauchsmaterial wie etwa Wasserfilter oder Entkalker direkt aus der App heraus zu bestellen.

Auch will sich Jura weiter auf die Professionalisierung der weltweiten Verkaufspunkte konzentrieren. Dazu zählt die für dieses Jahr geplante Eröffnung eines Jura-Stores in Hamburg. 2018 möchte Jura auch an neuen Service-Fabriken und neuen Hospitality Centers arbeiten.

Im weiteren sprach Probst auch über das Remote-Beratungssystem Jura Live, mit dem Kunden am POS direkt mit einem Jura-Kundenberater am Firmensitz verbunden werden. Der Erfolg des Systems lässt aber offenbar noch zu wünschen übrig. "Jura Live wird noch nicht so gut gebraucht, wie wir das gerne hätten", sagte Probst.

Und last but not least soll im Frühling auch der 5-millionste Jura-Kaffeevollautomat vom Band rollen.

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