Aus dem neuen Büro im "Glatt Tower"

HP liefert einen guten Ausblick auf die Unternehmenszukunft

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von Silja Anders und cka

HP Schweiz erscheint in Wallisellen in neuem Glanz. Im Glatt Tower begrüssten Adrian Müller und Christian Rizzo zum hybriden Channel Roundtable. Im Fokus standen der Umgang mit der Pandemie und das neue Partnerprogramm HP Amplify.

Christian Rizzo, Country Manager Channel HP Schweiz und Adrian Müller, Geschäftsführer von HP Schweiz vor dem Glatt Tower (Source: Netzmedien)
Christian Rizzo, Country Manager Channel HP Schweiz und Adrian Müller, Geschäftsführer von HP Schweiz vor dem Glatt Tower (Source: Netzmedien)

HP Schweiz hat am 17. September IT-Journalistinnen und -Journalisten zum Channel Roundtable empfangen. Es sei der erste Pressetermin seit der Pandemie, der wieder mit Live-Publikum stattfindet, erzählte Heiko Witzke, Pressesprecher bei HP im Dach-Raum. Nach Fruchtsalat, Gipfeli und Kaffee im neuen Büro im "Glatt Tower" mit Blick über Wallisellen liessen Adrian Müller, Geschäftsführer von HP Schweiz und Christian Rizzo, Country Manager Channel HP Schweiz, das vergangene Jahr Revue passieren.

Fruchtsalat, Gipfeli und Kaffee warteten bei HP Schweiz auf die Journalisten und Journalistinnen. (Source: Netzmedien)

Mitten in der Pandemie zog HP Schweiz in den "Glatt Tower" ein. Unter Schutzkonzepten bestand stets die Möglichkeit, im Büro zu arbeiten, wie Adrian Müller erklärte, es galt aber die Home-Office-Empfehlung. Seit dem 20. September gilt nun die Zertifikatspflicht für alle - für Mitarbeitende und Gäste. Nach eigenen Angaben erkannte Adrian Müller, dass das Bedürfnis der Kundschaft und Partner vorhanden ist, wieder den persönlichen Kontakt zu haben.

Das neue Büro von HP Schweiz im 10. Stock des Glatt Towers in Wallisellen. (Source: Netzmedien)

Positive Folgen der Pandemie für HP

"HP war eine der Firmen, die von der Corona-Pandemie tatsächlich profitiert hat. Natürlich gab es Geschäftsfelder, die weniger gut liefen, wie beispielsweise Print Services", sagt Müller. "Alles, was aber für daheim und mobiles Arbeiten benötigt wurde, boomte extrem." Die Nachfrage sei nach wie vor hoch, obwohl man meinen könnte, die ganze Schweiz sei inzwischen ausgestattet. Es seien aber nicht mehr unbedingt die Privatpersonen, sondern die Firmen, die im Bereich Lifecycle Management Ausschreibungen machen würden.

HP habe derzeit vor allem Probleme bezüglich der Verfügbarkeit. Hohe Nachfrage und eingeschränkte Produktionsmöglichkeiten führen dazu, dass Komponenten fehlen. Die Logistik sei ebenfalls schwieriger geworden, da vor der Pandemie viele Teile und Produkte per Luftfracht kamen. Der eingeschränkte Luftverkehr sorge nun aber für einen Rückgang des Transports von Materialien und Produkten. Im Schiffsverkehr sieht es nicht besser aus. Zusätzlich zur knappen Containeranzahl kamen noch Abriegelungen chinesischer Häfen hinzu, nachdem dort erneut Covid-19-Fälle entdeckt wurden. Dies führte im gesamten Import-Geschäft zu Komplikationen. Der HP-Schweiz-Chef geht davon aus, dass es bis 2022 immer wieder zu solchen Unterbrüchen kommen wird.

Wegen der Unberechenbarkeit der Lieferungen und Verfügbarkeiten führte HP für die letzten beiden Quartale eine fixe Kompensation für Partner ein. Laut Christian Rizzo werde dieses Angebot auch in Zukunft bestehen bleiben, sollte die Liefersituation sich nicht wesentlich verbessern. Da es nach wie vor zu Lieferschwierigkeiten kommt, möchte HP seinen Kunden helfen, etwaige Verluste zu kompensieren.

Im letzten Jahr initiierte HP sein neues Partnerprogramm namens HP Amplify. Es sei HP gelungen, mit dem neuen Programm die gleiche Anzahl an Partnern betreuen zu können, wie vorher. HP Amplifiy ist darauf ausgerichtet, die Leistung, Fähigkeiten und Zusammenarbeit der Partner zu optimieren. Laut Christian Rizzo sprang bei der Einführung des Partnerprogramms ein einziger Kunde ab, der jedoch per 1. November 2022 wieder dazu kommen wird. Zu HP Amplify gehört auch das sogenannte Impact Program, das auch HP Schweiz bis November 2021 einführen werde. Dieses befasst sich mit Themen rund um Nachhaltigkeit und Diversität. Partner können innerhalb des Programms gewisse Zertifizierungen erlangen und Trainings absolvieren. Dabei können sie Digital Badges erlangen, die sie anschliessend auf Social Media posten können. Das Impact Program verlangt, dass Mitarbeitende rund vier Stunden im Monat für einen wohltätigen Zweck einsetzen. Dabei spiele es keine Rolle, welche Organisation sie unterstützten, erklärt Rizzo. Wichtig sei nur, dass sie sich ensetzten.

Am 22. September findet die grosse Partner-Messe "HP Reinvent" statt, jedoch erneut nur virtuell. Christian Rizzo hofft, dass die Messe nächstes Jahr in Nashville, USA stattfinden werde.

Mitarbeitende wurden von HP für den Lockdown ausgerüstet

HP Schweiz stellte seinen Mitarbeitenden während des Lockdowns sämtliche Geräte zur Verfügung, die für das Homeoffice benötigt wurden, sagte Müller. Trotz Lockdown sei der Draht zu den Mitarbeitenden stets aufrecht geblieben und es wurde viel Wert auf virtuelle Treffen und Apéros gelegt. Das grösste Problem beim virtuellen Arbeiten stellte laut Müller die Einarbeitung neuer Mitarbeitenden dar. Für diesen Zweck war das Büro unter Beachtung der Schutzkonzepte dauerhaft geöffnet.

Laut Müller ist HP in Bereich Drucker die Nummer Eins. Der Boom habe im letzten Jahr begonnen, als die Schulen und Büros geschlossen wurden und die Leute gezwungen waren, viel zu Hause zu drucken. "Die Nachfrage nach Heimdruckern ist explodiert und die Nachfrage nach Tintenpatronen ging durch die Decke", sagte Müller. Wider der Erwartungen von HP sei das Druckvolumen nach erneuter Öffnung der Schulen jedoch nicht zurückgegangen, sondern nach wie vor höher als vor der Pandemie. Der Lockdown bewirkte bei vielen Firmen ein Umdenken. Während den Mitarbeitenden früher die Lizenzen fehlten, im Homeoffice Unterlagen des Unternehmens auszudrucken, wird nun immer mehr umstrukturiert und umgedacht.

Fragerunde und VR

Die Fragerunde ist eröffnet. Zunächst geht es um die Zertifikatspflicht. Die Frage lautet, welche Massnahmen ergriffen werden, wenn Mitarbeitende und Besuchende nicht geimpft sind oder kein Zertifikat haben. Hier gilt die 3-G-Regel, erkärte Müller. Wer kein Zertifikat besitzt, muss im Homeoffice bleiben. Auf Nachfrage erklärte HP, dass das Unternehmen den Mitarbeitenden keine kostenlosen Tests zur Verfügung stellen werde. HP werde in Zukunft zunehmend auf Zoom-Meetings verzichten, da sie grossen Wert darauf legen, wieder live Events zu veranstalten.

Im Anschluss gab es die Möglichkeit, ein Virtual-Reality-Set von HP zu testen mit einem virtuellem "Escape"-Spiel, bei dem man Rätsel lösen musste.

Das VR-Set von HP, inklusive virtuellem Escape-Spiel. (Source: Netzmedien/zVg)

Apropos: HP lancierte erst in diesem Jahr eine Drucker-App mit Tinten-Abo. Mehr dazu lesen Sie hier.

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