Schwächelnde Heimelektronikbranche

Fust baut 90 Stellen ab und überprüft Filialnetz

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Fust plant 90 Stellen abzubauen. Zudem will der Detailhändler das Filialnetz überprüfen. Der Heimelektronikmarkt hat in letzter Zeit schwer zu kämpfen.

Fust überprüft seine Standorte (Source: zVg)
Fust überprüft seine Standorte (Source: zVg)

Bei Fust soll es zu einem Stellenabbau kommen. Das zu Coop gehörende Unternehmen soll Pläne zum Abbau von 90 Arbeitsplätzen haben, wie der "Blick" unter Berufung auf zwei Personen aus der Heimelektronikkette berichtet. Betroffen sind auch Stellen am Hauptsitz in Oberbüren SG. 

Fust Sprecher Raphael Thür bestätigt die Informationen. Es solle eine “interne Umstrukturierung” stattfinden. “Im Rahmen der Strukturanpassungen fallen künftig Stellen in den zentralen Bereichen weg”, wird Thür von "Blick" zitiert. Fust würde bei Kündigungen von Seiten der Mitarbeitenden die betroffenen Stellen nicht nachbesetzen. Der Fust Sprecher betont, dass keine Kündigungen durch das Unternehmen ausgesprochen werden. Die 90 betroffenen Mitarbeitenden sollen von Coop ein Jobangebot erhalten. 

Fust könnte in Zukunft Filialen schliessen, falls es sein müsste. “Die bestehenden Standorte werden laufend kritisch geprüft”, so Thür. Momentan Unterhält Fust ein Netz aus 157 Filialen und 2000 Mitarbeitenden. Der zu Fust gehörende Onlineshop Nettoshop.ch soll bestehen bleiben.

Kundinnen und Kunden wollen die Preise bei verschiedenen Anbietern vergleichen und sich die bestellte Ware bequem nach Hause liefern lassen. Dieser Trend ist bei der Heimelektronik stärker als in anderen Detailhandelsbranchen, schreibt “Blick”. Dies macht den Filialen zu schaffen. Im September schloss die PCP Gruppe, zu der auch Steg gehört, alle ihre Standorte und ihren Onlineshop. Coop machte im Oktober den Onlineshop Microspot.ch dicht und integrierte das Sortiment in den Onlinehandel von Interdiscount.

 

Der Handel mit Heimelektronik harzt. Lesen Sie hier, wie der GfK Markt Monitor die Situation sieht.

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