Studie von Ricoh

Trotz Produktivitäts-Sorgen: Arbeitgeber investieren nicht ins Homeoffice

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von Saray-Lien Keser und kfi

Die Studie der Ricoh Europe hat sich mit dem Thema der Produktivität im Homeoffice beschäftigt. Dabei wird die Relevanz von Investitionen in KI und Automatisierung deutlich. Befragt wurden rund 250 Führungskräfte aus Deutschland.

(Source: RossHelen / iStock)
(Source: RossHelen / iStock)

Eine Studie des Technologie-Anbieters Ricoh Europe zeigt: Rund 68 Prozent der Arbeitgeber haben kein uneingeschränktes Vertrauen in ihre Belegschaft im Homeoffice. In Zusammenarbeit mit Opinion Matters nahmen im letzten Monat rund 250 Führungskräfte aus Deutschland an der Befragung zur Produktivität im Homeoffice teil, wie Ricoh mitteilt.

Die Ergebnisse der Befragung würden andeuten, dass den Arbeitgebern die Gründe für die Produktivitätsprobleme ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht immer klar sind. Rund 48 Prozent der Befragten teilen die Meinung, dass Investitionen in KI sowie Automatisierung die Produktivität einer hybriden Belegschaft steigern würden. Jedoch besteht ein Mangel an Investitionen in Technologien, die Mitarbeitenden produktives arbeiten von überall ermöglichen.

Ausserdem gehen 58 Prozent der befragten Arbeitgeber davon aus, dass bis zu 180 Minuten am Tag mit hochwertigen Aktivitäten verbracht wird. In einer ähnlichen Umfrage im März dieses Jahres gaben hingegen Arbeitskräfte aus ganz Europa an, durchschnittlich 73 Minuten mit relevanten Tätigkeiten zu verbringen. Besonders weniger relevante Aufgaben gehören zu ihrem Arbeitsalltag.

Arbeitgeber sind nicht auf die hybride Arbeitswelt vorbereitet

Der Mangel an Investitionen in Technologien, die es Mitarbeitenden ermöglichen, von überall produktiv zu arbeiten, deute darauf hin, dass Arbeitgeber nicht ausreichend auf die Realitäten der hybriden Arbeitswelt vorbereitet seien. Mit 48 Prozent ist fast die Hälfte der Führungskräfte der Meinung, dass der zukünftige Erfolg mit der Zusammenarbeit im Büro verbunden ist. Lediglich 27 Prozent gehen jedoch von einer Rückkehr in eine fünftägige Arbeitswoche in den nächsten zwölf Monaten aus.

"Die persönliche Zusammenarbeit ist den Arbeitgebern offensichtlich wichtig", sagt David Mills, CEO von Ricoh Europe. "Gleichzeitig müssen sie ein empfindliches Gleichgewicht finden zwischen dem Schutz ihrer Unternehmenskultur und dem Teamgefühl, die oft durch die Zusammenarbeit im Büro gestärkt werden, und den Vorzügen des hybriden Arbeitens. Dabei darf nicht verkannt werden, dass die Technologien, die die Produktivität der hybriden Arbeitsformen fördern, auch bei der Arbeit im Büro von Vorteil sind. Dies gilt insbesondere für Automatisierungs- und KI-basierte Tools, die von Arbeitskräften zunehmend gewünscht werden, um wiederkehrende, anspruchslosere Aufgaben abgeben und sich stattdessen sinnvolleren Tätigkeiten zuwenden zu können."

"Die Wirtschaft hat in den letzten 18 Monaten mehr als genug Turbulenzen erlebt", ergänzt Nicola Downing, COO bei Ricoh Europe. "Trotz der unglaublichen Resilienz, die die Unternehmen an den Tag gelegt haben, laufen sie jetzt Gefahr, Talente, die ihnen während der Pandemie treu waren, zu verlieren, wenn sie nicht in Technologien investieren."

Auch die globale Befragung von Accenture beschäftigt sich mit dem hybriden Arbeiten als Zukunft. Dabei wird besonders die Meinung verschiedener Altersgruppen untersucht. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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