Porträt

Auviso - von der Disco zum AV-Profi

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Den AV-Spezialisten Auviso gibt es bereits seit 18 Jahren. Leiter des Unternehmens mit rund 100 Mitarbeitenden ist Martin Elmiger. Er verrät, warum für ihn die Ski-WM 2017 ein ganz besonderes Erlebnis war und warum man aus einem Schreiner keinen Koch macht.

Martin Elmiger, Geschäftsführer und Mitgründer von Auviso (Source: zVg)
Martin Elmiger, Geschäftsführer und Mitgründer von Auviso (Source: zVg)

Können Sie sich noch an die Ski-WM 2017 in St. Moritz erinnern? Im Zielbereich stand damals eine grosse Holzfigur, die mit einem aufwändigen Projektionsmapping bespielt wurde. Verantwortlich dafür sowie für die gesamte eventtechnische Planung und Umsetzung des Rahmenprogramms war Auviso. Geschäftsführer und Mitgründer des AV-Spezialisten mit Hauptsitz in Emmenbrücke (LU), Martin Elmiger, erinnert sich gerne an den Auftrag. Die Atmosphäre in St. Moritz und die technischen und logistischen Herausforderungen – "über den Julier ist es immer eine kleine Weltreise" – machten den Event zu etwas ganz Besonderem. Für den Auf- und Abbau habe das Team rund vier Wochen in St. Moritz verbracht. "Wir sind ein bisschen Teil der Dorfgemeinschaft geworden."

Den AV-Spezialisten gibt es bereits seit 18 Jahren. "Auviso ist technischer Dienstleister für Veranstaltungen und Installationen – was, wann und wo auch immer, wir finden innovative und stets anwenderorientierte Lösungen", beschreibt der Geschäftsführer sein Unternehmen. Angefangen habe Auviso als "klassische Rental-Company". Doch die Kunden hatten noch andere Bedürfnisse, wollten auch das Sitzungszimmer oder das Auditorium ausstatten. So entstand laut Elmiger die heutige Organisation. Das Unternehmen ist in die Bereiche Rental (Vermietung von Equipment und Full-Service-Dienstleistungen für Events), Systems (Integration und Services) und Solutions (Planungen und Content) unterteilt. Mittlerweile beschäftigt Auviso rund 100 Mitarbeitende in Luzern, Basel und St. Gallen. Neu sind die Standorte Zürich und Bern dazugekommen, für die noch Mitarbeitende gesucht werden. Auvisos Kunden stammen laut Elmiger aus dem Corporate-Bereich. Banken, Versicherungen, Pharmaunternehmen, Schulen, Organisationen aus dem Kulturbereich und Co. holen sich Unterstützung beim AV-Spezialisten.

Die Holzfigur an der Ski-WM 2017 mit dem Projektionsmapping von Auviso. (Source: zVg)

Elmiger begann früh damit, Events zu organisieren. "Ich bin auf dem Land aufgewachsen und dort lief nicht viel", erklärt er. In seiner Jugendzeit habe er darum Discos organisiert. "Ich war zwar technisch nicht so begabt, aber das Organisatorische lag mir." Trotzdem entschied er sich, auch auf Druck der Eltern hin, für eine KV-Lehre bei einer Bank. Danach heuerte er bei einem AV-Integrator an, der auch Aufträge im Event-Bereich abwickelte, "aber nicht mit sehr viel Herzblut". 2003 machte sich Elmiger selbstständig.

Auf die Frage was Auviso von anderen Unternehmen in der Branche unterscheide, antwortet der Geschäftsführer: "Die Mitarbeitenden. Wir investieren extrem viel in die fachliche und persönliche Ausbildung des Teams." Dazu zählten auch Auftreten, Freundlichkeit und Kundenorientierung. "So abgelutscht es klingt, wenn es darum geht, die Extrameile für unsere Kunden zu gehen, sind wir einen Tick besser als die Konkurrenz."

Auvisos Hauptsitz liegt im luzernischen Emmenbrücke. (Source: zVg)

"Aus einem Schreiner macht man auch keinen Koch"

Auch wenn Corona das Unternehmen hart traf (Auviso verlor im Bereich Rental zwischen 60 und 70 Prozent des Umsatzes) ist Elmiger zuversichtlich. Zwar hielten sich die Kunden noch zurück, die Auftragslage sei aber wieder besser. "Auch der Herbst verspricht, gut zu werden", sagt der Geschäftsführer. Um die Auswirkungen der Pandemie zu dämpfen, habe Auviso die Mitarbeitenden neu eingeteilt. "So machte der Rental-Mitarbeiter neu Serviceinstallationen." Allerdings mit wechselhaftem Erfolg. "Es sind doch andere Berufsgattungen. Aus einem Schreiner macht man auch keinen Koch."

Als Nächstes plant Auviso den Sprung über die Sprachgrenze in die Westschweiz. Auch ein Standort im süddeutschen Raum stehe zur Diskussion. "Wir haben noch einiges in Planung, aber alles kann ich Ihnen nicht verraten."

Weitere Heftinhalte aus dem CEtoday Nr. 06/2021 finden Sie im Onlinedossier.

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