Nur noch DAB+ ab 2023

Update: Bund soll UKW-Abschaltung neu prüfen

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von Marc Landis und Maximilian Schenner und san, kfi

Eine von Roger Schawinski initiierte Petition gegen die UKW-Abschaltung ist am 21. Juli beim Bund eingereicht worden. Sie richtet sich an UVEK-Vorsteherin Bundesrätin Simonetta Sommaruga, das Bakom sowie an die Generaldirektion SRG. Der Bund soll nun die Folgen eines Verzichts auf die Abschaltung prüfen.

(Source: brat82 / Fotolia.com)
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Update vom 11. August 2021: Der Bund soll prüfen, welche Folgen es hätte, auf die Abschaltung der UKW-Radiosender zu verzichten. Dies fordert die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N), wie SDA berichtet.

Die Kommission habe im Vorfeld Rücksprache mit Vertreterinnen und Vertretern der Radiobranche sowie dem zuständigen Bundesamts für Kommunikation (Bakom) gehalten, heisst es weiter. Ende August wolle die Kommission erneut über die Abschaltung beraten.

Originalmeldung vom 23. Juli 2021: Petition gegen UKW-Abschaltung eingereicht

Gegen die ab 2022 geplante Einstellung der UKW-Radiosender in der Schweiz ist beim Bund am 21. Juli eine Petition eingereicht worden. Für den von Radiounternehmer Roger Schawinski lancierten Einspruch kamen laut Blick.ch 60'615 Unterschriften zusammen.

Die Petition richtet sich demnach an Medienministerin Simonetta Sommaruga, ans Bundesamt für Kommunikation (Bakom) sowie an die Generaldirektion der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG). Sie sollen die geplante Einstellung aller UKW-Sender rückgängig machen, verlangt Radio-1-Geschäftsführer Roger Schawinski. Ein vorzeitiges Abstellen aller UKW-Sender verletze die im Radio- und Fernsehgesetz garantierte Empfangsfreiheit, schreibt Blick weiter.

Im Zuge des Übergangs von der analogen zur digitalen drahtlos-terrestrischen Radioverbreitung soll mit den UKW-Frequenzen gemäss einer Vereinbarung der privaten Radiobetreiber bis spätestens im Januar 2023 Schluss sein, wie es weiter heisst. Die SRG will ihre UKW-Sender im August 2022 abschalten, wie Sie hier nachlesen können.

Der Bundesrat schuf in den letzten Jahren die rechtlichen Grundlagen für den Umstieg, und er gewährt den Radioveranstaltern während der Übergangsphase finanzielle Unterstützung für die DAB+-Verbreitung. Die UKW-Funkkonzessionen laufen Ende 2024 ab. Schawinski will das verhindern, wie Sie hier nachlesen können.

Hier lesen Sie, welches die Vor- und Nachteile von DAB+ sind.

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