Social-Media-Studie von Xeit

Trotz Negativschlagzeilen: Whatsapp bleibt der meistgenutzte Messenger

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von René Jaun und cwa

Kein Messagingdienst ist im Coronajahr so oft benutzt worden wie Whatsapp, zeigt die Social-Media-Studie von Xeit. Auf Youtube und Instagram verbringen Herr und Frau Schweizer am meisten Zeit. Derweil macht sich aber auch eine Onlinemüdigkeit bemerkbar.

(Source: Xeit)
(Source: Xeit)

Um sich im Lockdown mit Familie und Freunden auszutauschen, griffen Herr und Frau Schweizer am liebsten zu Whatsapp. Dies geht aus der 12. Social-Media-Studie von Xeit hervor, für die das Unternehmen 1120 Personen befragt hatte. 40 Prozent gaben demnach an, den zu Facebook gehörenden Messagingdienst während Corona für private Kontakte besonders intensiv genutzt zu haben.

Dies sei doppelt überraschend, schreibt Xeit in einer Mitteilung: Einerseits sorge der Messenger schon länger regelmässig für Negativschlagzeilen, zuletzt aufgrund neuer Datenschutzrichtlinien.

(Source: Xeit)

Andererseits habe sich die Chat-Plattform bis anhin keinen besonderen Namen als Medium für Video-Calls gemacht. Die Kommunikationsart sei jedoch während des Lockdowns besonders wichtig gewesen.

Umgekehrt rangieren die für Videocalls bekannten Plattformen Zoom, Skype oder Teams in der Liste noch hinter Facebook, Instagram und Snapchat, zumindest was die private Kommunikation angeht. "Ein möglicher Grund? Die User hatten aufgrund der Homeoffice-Pflicht schon genug davon", schreibt Xeit dazu.

Linkedin und Tiktok legen zu

Bei den sozialen Onlineplattformen haben Youtube und Instagram die Nase vorn: Schweizerinnen und Schweizer verbringen dort die meiste Zeit, schreibt Xeit. Definitiv vom Nischendasein verabschiedet habe sich Tiktok. Sie verzeichnet den grösssten Zuwachs. Auch Linkedin gehört hinsichtlich gesteigerter Nutzungsintensität zu den Gewinnerplattform.

Jede und jeder Vierte gab an, schon einmal etwas über Social Media gekauft zu haben. Damit gewinne Social Commerce an bedeutung, wie übrigens auch Influencer.

Derweil ist Facebook weiter auf dem absteigenden Ast, vor allem in der Generation Z (Jahrgang 1993 bis 2012). Bei derselben Generation habe das Bedürfnis nach Privatsphäre deutlich zugenommen, schreibt Xeit. Gleichzeitig wolle sie mitreden und schätze etwa Umfragen oder Gewinnspiele. Bei allen Schweizerinnen und Schweizer mache sich eine Onlinemüdigkeit bemerkbar: Laut Xeit wünschen sich viele eine digitale Auszeit.

Interessierte können die vollständige Studie bei Xeit bestellen.

Social Media und Fernsehen gehören zum Alltag von fast allen Jugendlichen. Was das mit der Psyche macht, hat ein Team von Forschenden der Oxford University untersucht. Das Ergebnis: Schädlich scheinen Flimmerkiste, Instagram, Facebook und Co. nicht zu sein, wie Sie hier lesen können.

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