Goldbach Advanced-TV-Studie

Junge Zielgruppe nutzt vermehrt App- und Video-on-Demand-Angebote

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von Niara Sakho und lha

Knapp Dreiviertel der Haushalte in der Schweiz, Deutschland und Österreich haben einen Smart-TV. Vor allem bei der jüngeren Zielgruppe werden App- und Video-on-Demand-Angebote vermehrt genutzt. Auch Angebote wie HbbTV nutzen über die Hälfte der Konsumentinnen und Konsumenten.

Advanced TV (Source: Goldbach)
Advanced TV (Source: Goldbach)

Bereits 74 Prozent aller Haushalte im DACH-Raum verfügen über einen internetfähigen TV. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der mit dem Internet verbundenen Zweitgeräte im Haushalt um 43 Prozent gestiegen, wie die Goldbach Advanced-TV-Studie zeigt. Sie wurde bereits zum vierten Mal durchgeführt. Laut Goldbach war bereits im vergangen Jahr ersichtlich, dass der Smart-TV im Wohnzimmer angekommen ist. Connected TV habe sich mittlerweilen als ergänzendes Angebot zum klassischen TV etabliert. Das Interesse sei vor allem wegen der einfachen Nutzung und des vielfältigen Angebots sehr hoch.

Die aktuelle Studie belegt darüber hinaus, dass die jüngere Zielgruppe vermehrt App- und Video-on-demand-Angebote (VoD) nutze. 70 Prozent der 16- bis 49-Jährigen nutzen Connected TV, davon die Hälfte sogar regelmässig. 93 Prozent der 16- bis 29-Jährigen nutzen Apps/VoD, 73 Prozent davon regelmässig. 71 Prozent aller Befragten nutzen internetfähige Zusatzfunktionen am häufigsten direkt über den Smart-TV. 20 Prozent über eine Streaming-Box, 22 Prozent über einen Streaming-Stick und 30 Prozent über eine Spielkonsole. Bei den 16- bis 29- Jährigen liegt die Nutzung der Spielkonsolen bei 39 Prozent. Durchschnittlich sitzen gemäss Goldbach 2,3 Personen zusammen vor dem Big Screen. Die Nutzungsdauer ist gegenüber dem Vorjahr um 30 Minuten auf 2,5 Stunden am Tag gestiegen.

Konsumierte Inhalte

Die Nutzung von HbbTV/RedButton-Inhalten halte sich bei 62 Prozent. Bei Apps und VoD-Funktionen habe sich die Nutzung im Schnitt um 8 Prozent zum Vorjahr gesteigert. 87 Prozent der Befragten nutzen diese, 62 Prozent davon regelmässig. Von 84 Prozent werden Streaming-/VoD-Apps verwendet, gefolgt von 46 Prozent TV-Apps, 27 Prozent Musik-Apps und 23 Prozent Sport-Apps. Als Erklärung für die starke Frequenz werde bei allen Zielgruppen der einfache Zugang zu mehr Inhalten und flexiblere Sehmöglichkeiten genannt.

Michael Baum, Director DACH bei Goldbach, sagt zu den Studienergebnissen: "Connected TVs sind weiter auf Erfolgskurs. Die Nutzung steigt weiter an und die neue Generation der TV-Geräte lassen die Eintrittsbarrieren in das erweiterte Fernseherlebnis praktisch verschwinden. In keiner anderen Sparte der Bewegtbildmedien wird es in den kommenden Jahren mehr neue VoD-Angebote geben. Wer profitiert sind die Nutzer, die noch individueller und spezialisierter TV-Inhalte konsumieren können sowie Werbekunden, die diese Entwicklung ebenfalls für sich zu nutzen wissen."

TV-Hersteller Sony bringt einen eigenen Streamingdienst auf seine Bravia-XR-Modelle. Mit Bravia Core sollen Nutzerinnen und Nutzer Zugriff auf ganz neue und ältere Filmtitel erhalten. Verglichen mit Netflix ist beim Sony-Streamingdienst aber einiges anders. Mehr dazu lesen Sie hier.

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