Zahlen vom Bundesamt für Statistik

Detailhandelsumsätze: Tankstellen verlieren, ICT-Anbieter gewinnen

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von Leslie Haeny und cwa

Der Schweizer Detailhandel hat im Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Auch über das gesamte Jahr betrachtet stiegen die Umsätze, allerdings nur um 0,1 Prozent. Während einige Händler unter der Pandemie litten, brachte sie Anbietern von Informations- und Kommunikationstechnik mehr Einnahmen.

(Source: Charles Thompson / Pixabay)
(Source: Charles Thompson / Pixabay)

20202 war ein turbulentes Jahr für den Schweizer Detailhandel. Trotz Auswirkungen der Pandemie stiegen die nominalen Umsätze, wenn auch nur marginal, um 0,1 Prozent im Jahresvergleich. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilt, hatten die aufgrund der Covid-19-Pandemie ergriffenen Massnahmen unterschiedliche Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen.

Im Non-Food-Handel sanken die Umsätze verglichen mit dem Vorjahr um 4,7 Prozent. Dabei nahmen insbesondere Tankstellen (-16,1 Prozent), Anbieter von Bekleidung, Uhren und Schmuck (-12,5 Prozent) und Anbieter von Sportausrüstung und Spielwaren (-7,1 Prozent) weniger ein. Trotz insgesamt sinkendem Umsatz, gibt es aber auch im Non-Food-Segment Branchen, die von der Pandemie profitieren.

Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnik legen zu

Laut BFS legten der Onlinehandel, Versand und Marktstände gemeinsam um 14,1 Prozent zu. Den Boom im Onlinehandel bekam auch die Post zu spüren. Sie verarbeitete vergangenes Jahr über 180 Millionen Pakete. Ebenfalls zu den Gewinnern 2020 gehören Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnik. Bei ihnen stieg der Umsatz um 13,8 Prozent. Die Einnahmen mit sonstigen Haushaltsgeräten, Textilien sowie Heimwerker- und Einrichtungsbedarf nahmen um 2,2 Prozent zu.

Insgesamt betrachtet ging es im Non-Food-Handel auch im Dezember bergab - wenn auch nicht ganz so stark. Verglichen mit Dezember 2019 sanken die Umsätze um 1,3 Prozent. Der Handel mit Informations- und Kommunikationstechnik legte aber auch hier zu und zwar um 15,3 Prozent. Der Bereich konnte die Ergebnisse aus dem Vorjahr fast jeden Monat übertreffen. Einzige Ausnahme war der April. Hier gingen die Umsätze verglichen mit April 2019 um 9 Prozent zurück.

Die Coronapandemie hatte auch starke Auswirkungen auf das Geschäft mit Homeoffice-Zubehör. Am stärksten legte der Bereich Visual Cams zu. Die Entwicklungen am Markt lassen da­rauf schliessen, dass auch 2021 noch nicht Schluss ist mit dem Visual-Cam-Boom. Hier erfahren Sie mehr.

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