Galaxy S20 Ultra 5G im Hands-on

Samsungs Kamera-Monster übernimmt das Fotografieren fast von alleine

Uhr

Am 13. März ist der Verkauf des Samsung Galaxy S20 Ultra 5G in der Schweiz gestartet. Beim Ausprobieren des neuen Premium-Handys zeigte sich: Das Gerät ist in erster Linie für alle, die gerne mit dem Smartphone fotografieren und filmen spannend, bietet aber auch sonst einige Neuheiten.

Samsung hat mit dem Galaxy S20 Ultra 5G ein Premium-Smartphone lanciert, das vor allem für Foto- und Video-Fans interessant ist. Das Vierfach-Kamerasystem leistet einiges. Aber es ist gross. Sehr gross. Dadurch trägt es nicht unbedingt zum ästhetischen Erscheinungsbild des Geräts bei, steht es doch gut sichtbar aus dem Handy hervor. Gross ist auch das gesamte Handy. Mit seinen 6,9 Zoll bietet es eine angenehme Bildschirmgrösse zum Videos schauen oder Gamen, beim einhändigen Tippen ist jedoch Fingerakrobatik gefragt.

Aber zurück zur Kamera: An dieser finden sich einige Neuheiten, wie der von Samsung als "Space Zoom" betitelte 100-fache Zoom. Qualitativ hochwertige Bilder gelingen hier ohne Stativ nicht. Allerdings optimiert das S20 Ultra die Bilder im Nachhinein, sodass sie weniger körnig und verwackelt sind. Verglichen mit anderen Geräten, die Fotos mit 30- oder 50-fachem Zoom erlauben, können sich die Ergebnisse von Samsungs Flaggschiff absolut sehen lassen. Praktisch ist beim 100-fach-Zoom, dass einem das Gerät in einem kleineren Feld am Bildrand anzeigt, wo man mit der Kamera gerade draufhält.

Aufgenommen mit dem S20 Ultra: oben links ohne Zoom, oben rechts mit 50-fachem Zoom und unten mit 100-fachem Zoom (Source: Netzmedien)

Einmal filmen, mehrere Aufnahmen erhalten

Ein weiteres neues Feature ist die Single-Take-Funktion. Laut Samsung verwendet das S20 Ultra dabei alle Kameraobjektive gleichzeitig und nimmt dadurch parallel mehrere Fotos und Videos auf. Der Nutzer muss die Kamera also nur auf das Motiv zu richten. Das Gerät erstellt danach abgesehn vom gerade aufgenommenen Video zudem eine Selektion an Fotos (auch in Schwarz-Weiss), Videos und Gifs. Dabei erkennt das Handy, wann ein Mensch aufgenommen wird und stellt die Person bei der Auswahl meist in den Fokus.

Wie seine Vorgänger verfügt auch das S20 Ultra über einen Nachtmodus. Dieser hat das gleiche Problem wie die Nachtmodi anderer Hersteller: Solange sich Fotograf und Fotoobjekt für einige Sekunden nicht bewegen gelingen die Aufnahmen sehr gut. Versucht man allerdings bewegte Motive (beispielsweise die eigene Katze, die einfach nicht still sitzen möchte) einzufangen, leidet die Qualität und die Bilder werden unscharf.

Das Problem beim Nachtmodus: Bewegen sich Sujet oder Fotograf, leidet das Ergebnis. (Source: Netzmedien)

Filmen im Profi-Modus und in 8k

Abgesehen vom Fotografieren im Profi-Modus ist beim S20 Ultra auch das Filmen mit selbst gewählten Einstellungen möglich. Das Gerät liefert Aufnahmen in 8k. Wer einen der Ausschnitte aus seinen Videos lieber doch als Foto hätte, kann mit der Video-Snap-Funktion während dem Abspielen der Aufnahmen mit einem Klick ein Bild von der gewünschten Aufnahme erstellen. Ein sehr praktisches Feature, das überraschend gute Fotos liefert. Weiter hat Samsung die Bildstabilisierung verbessert. Videos, die im Gehen gefilmt werden, ruckeln nun deutlich weniger als beim Vorgängermodell, dem S10+.

Wie sich der verbesserte Bildstabilisator schlägt, sehen Sie im Video:

Deutlich angenehmer ist auch das Scrollen beim neuen Smartphone. Dank des 120-Hertz-Displays wirken Scroll-Bewegungen um einiges fliessender als bei Modellen mit 60-Hertz-Display. Ausserdem reagiert das Display schneller auf Berührungen.

Brillenträger müssen zweimal ran

Entsperren lässt sich das S20 Ultra via Pin, Muster, Fingerabdrucksensor oder Gesichtserkennung. Das Scannen des Fingerabdrucks dauerte beim Ausprobieren etwas länger. Insgesamt 17 Mal musste der Finger auf das Display gehalten werden, bis der Fingerabdruck vollständig erfasst war. Dafür ging das Entsperren danach innerhalb von nur einer Sekunde und funktionierte sehr zuverlässig. Nur zwei bis drei sekunden dauerte das Erfassen des Gesichts für die Gesichtsentsperrung. Brillenträger müssen ihr Gesicht zweimal erfassen. Einmal mit- und einmal ohne Brille. Auch diese Funktion erwies sich als sehr zuverlässig und das Handy ist damit blitzschnell entsperrt.

Im neuen Samsung-Handy ist ein 5000-Milliamperestunden-Akku verbaut. Bei regulärer Nutzung hält er zweieinhalb Tage ohne Aufladen. Mit dem mitgelieferten USB-C-Kabel ist das Gerät innerhalb von 65 Minuten komplett geladen.

Die Audioklinke sucht man an diesem Smartphone vergebens. Musikhören geht via USB-C-Ausgang oder über Bluetooth. Im Lieferumfang des Galaxy S20 Ultra 5G ist ein Paar Kopfhörer mit USB-C-Anschluss von AKG enthalten.

Das Galaxy S20 Ultra 5G ist in der Schweiz seit dem 13. März in den Farben Cosmic Black und Cosmic Grey erhältlich. Das Modell mit 12 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte internem Speicher kostet 1349 Franken. Die Ausführung mit 16 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte internem Speicher gibt es für 1549 Franken.

Weitere Details zum Galaxy S20 Ultra 5G finden Sie in der Tabelle:

Fazit

Das Galaxy S20 Ultra 5G ist das ideale Smartphone für alle, die gerne mit dem Handy fotografieren und filmen. Die Kameras liefern qualitativ sehr gute Bilder und bieten einige neue Funktionen wie Single Take oder den Video-Profi-Modus, die zum Ausprobieren und Experimentieren einladen. So leistungsfähig das grosse Kameramodul auf der Rückseite ist, besonders ästhetisch ist es nicht, da es deutlich aus dem Gerät hervorsteht. Wer gerne Videos schaut oder über das Smartphone arbeitet, dürfte sich über den grossen 6,9-Zoll-Bildschirm freuen. Dank dem neuen 120-Hertz-Display ist die Bedienung sehr angenehm und fühlt sich schneller und fliessender an als bei Smartphones mit einem 60-Hertz-Display. Mit einem Preis von 1349 respektive 1549 Franken liegt das S20 Ultra 5G preislich in der gleichen Kategorie wie sein Vorgänger und 5G-Premium-Phones anderer Hersteller.

Das Galaxy S20 Ultra 5G wurde der Redaktion von Samsung zur Verfügung gestellt.

Webcode
DPF8_174135

Kommentare

« Mehr