Streamingdienste sollen zahlen

Bundesrat nimmt Netflix und Co. in die Pflicht

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Der Bundesrat hat seine Pläne für die Kulturpolitik bis 2024 präsentiert. Anbieter von Filmstreamingdiensten sollen künftig stärker in die Pflicht genommen werden. Zudem soll es eine Quote für europäische Produktionen geben.

(Source: Jens Kreuter / Unsplash)
(Source: Jens Kreuter / Unsplash)

Der Bundesrat hat die Kulturbotschaft für die Jahre 2021 bis 2024 verabschiedet. Dabei legt die Schweizer Regierung einen Schwerpunkt auf den digitalen Wandel, wie es in einer Mitteilung heisst.

Anbieter von Filmen auf Streamingplattformen sollen zukünftig verpflichtet werden, in die Schweizer Filmbranche zu investieren. So eine Verpflichtung gilt heute bereits für "Fernsehveranstalter mit nationalem oder sprachregionalem Programm", wie es weiter heisst. Zudem sollen die Streamingdienste mindestens 30 Prozent europäische Filme anbieten.

Betroffen wären von dieser Massnahme nicht nur nationale Anbieter wie Swisscom, Sunrise und UPC, sondern auch Netflix, Amazon und Disney. Nun muss das Parlament dem Plan des Bundesrats noch zustimmen.

Filme, die vom Bund subventioniert wurden, sollen ausserdem schneller der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zur Umsetzung der Kulturbotschaft sind in der nächsten Förderperiode 934,5 Millionen Franken vorgesehen.

Der Multimediakonzern Disney bringt seinen neuen Streamingdienst Ende März auch in die Schweiz. Lesen Sie hier mehr über Disney Plus.

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