Onlinehändler auf dem Prüfstand

Die Stromfresser sind immer noch da

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Konsumentenschützer bemängeln das Angebot an energiesparenden Geräten bei Schweizer Fachhändlern. Während Digitec bei der Analyse noch am besten wegkommt, kassiert ein anderes Migros-Unternehmen die deutlichste Rüge.

(Source: Diz Play/Unsplash)
(Source: Diz Play/Unsplash)

Schweizer Fachhändler können ihr Angebot an energiesparenden Haushaltsgeräten noch optimieren. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS). Sie zählte das Angebot stromsparender und stromfressender Geräte in den Sortimenten von Melectronics, Fust, Digitec, Microspot, Brack.ch und Interdiscount. Gezählt wurden vollautomatische Kaffeemaschinen, Kühlschränke, Waschmaschinen und Geschirrspüler.

Zwei Onlinehändler in Top 3

Das meiste Lob erhält der zur Migros gehörende Onlinehändler Digitec. Er überzeugt dank "einem grossen Angebot in der stromsparendsten Kategorie und wenig unökologischem Ramsch". Mittels Filtern könne man zudem gezielt nach energiesparenden Geräten suchen.

Platz zwei belegt Fust: Zwei Drittel der angebotenen Geschirrspüler besitzen das Energielabel A+++, sowie knapp die Hälfte der Kühlschränke. Hauchdünn dahinter folgt Brack.ch, der bei der Kategorie Waschmaschinen zwar zuvorderst liegt, aber bei den Kaffeemaschinen schlecht abschneidet.

Schlechteste Bewertung für Melectronics

Das Angebot von Microspot befinde sich in allen untersuchten Gerätekategorien im Mittelfeld. Deutlich schlechter fällt die Bewertung für Interdiscount aus, "da er zwar eine grosse Auswahl hat, aber auch nur wenig Wert auf Energiesparer zu legen scheint".

Das Migros-Unternehmen Melectronics steht am Schluss der Auswertung. Das Verhältnis von energieeffizienten und Ramschgeräten sei von allen untersuchten Märkten am schlechtesten. Ausserdem sei es auf dem ganzen Onlineportal nicht möglich, nach Energieeffizenzstufe zu filtern.

Mit energieeffizienten Geräten könne ein Haushalt unter Umständen hunderte von Franken an Stromkosten einsparen, schreibt die SKS unter Berufung auf das Portal "topten.ch". Sie rät den Konsumenten, beim Kauf auf Energielabels zu achten und sich nicht "von 'grünen' Werbesprüchen blenden" zu lassen.

Laut einer vom Bundesamt für Energie durchgeführten Analyse gibt es in der Schweiz mehr Elektrogeräte pro Haushalt als noch vor einigen Jahren. Diese verbrauchen jedoch insgesamt weniger Strom als im Jahr 2002. Woran das liegt, lesen Sie hier.

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