Schweiz vs. Nachbarländer

Konsumentenschutz macht den Preisvergleich

Uhr

Die Stiftung für Konsumentenschutz hat Preise in der Schweiz und den Nachbarländern verglichen. Bei Elektronikprodukten sind die Preise hierzulande deutlich tiefer. Dafür ist die Schweiz eine Hochpreisinsel bei Kosmetikartikeln.

(Source: ldprod / Fotolia.com)
(Source: ldprod / Fotolia.com)

Die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) hat gemeinsam mit den Partnerorganisationen FRC und ACSI den Preisvergleich gemacht und Produkte verschiedener Kategorien in der Schweiz und den Nachbarländern verglichen. Fazit: Elektronikartikel wie Handys, Tablets, Drucker oder Lautsprecher sind hierzulande durchwegs günstiger.

Wie die SKS mitteilt, kosten Elektronikprodukte beim italienischen Ableger von Amazon im Schnitt 8,7 Prozent mehr als beim günstigsten Schweizer Händler Microspot. Grösser sind die Preisunterschiede zu den zwei deutschen Händlern Media Markt und Conrad mit 11,7 respektive 17,6 Prozent. Noch teurer sind Elektronikartikel in Frankreich. Bei Rue du Commerce zahlen die Konsumenten 18,4 und bei Pixmania sogar 32,1 Prozent mehr als bei Microspot.

"Schweizer Löhne sind kein Grund für die hohen Preise in der Schweiz"

Die Schweiz ist aber laut SKS eine Hochpreisinsel in anderen Produktkategorien wie Kosmetikartikeln. Im Vergleich mit den deutschen Händlern DM-Drogerie Markt und Kaufland kosten Kosmetikartikel bei Coop und Migros durchschnittlich fast 50 Prozent mehr, bei Manor sind es sogar rund 65 Prozent mehr. Die detaillierten Resultate listet die SKS in einem Factsheet und im Preisbarometer auf.

Konsumentenschutz-Geschäftsleiterin Sara Stalder findet es eine unhaltbare Situation, dass Elektronikartikel in der Schweiz günstiger als in Deutschland, Frankreich und Italien sind, Kosmetikartikel jedoch teilweise massiv teurer. Stalder sagt: "Obwohl es immer wieder behauptet wird: Die Schweizer Löhne sind kein Grund für die hohen Preise in der Schweiz – sonst könnten Elektronikartikel nicht günstiger angeboten werden als im Ausland." Sie fordert deshalb den Bundesrat und das Parlament auf, wirksame Massnahmen gegen die Hochpreisinsel Schweiz zu ergreifen.

Der Konsumentenschutz kritisierte Swisscom vor zwei Wochen für seine AGB-Anpassungen. Auch kritisiert der Konsumentenschutz die Datensammlung von Swisscom. Lesen Sie hier mehr dazu.

Tags
Webcode
DPF8_144103

Kommentare

« Mehr