Digital Signage und Pro-AV in Amsterdam

ISE 2019: Panasonic stoppt die Massen mit Kleidern, die nicht da sind

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

Panasonic strahlt an der ISE um die Wette. Der Hersteller zeigt an der Digital-Signage- und AV-Messe, was er im Projektionsbereich zu bieten hat. Um die Besucher an seinen Stand zu locken, spart der Hersteller nicht mit Showeinlagen.

Vom 5. bis 8. Februar findet die alljährliche Digital-Signage- und AV-Messe ISE in Amsterdam statt. Eines der grossen Themen der diesjährigen Messe ist Projection Mapping, wie Managing Director Mike Blackman bei der Eröffnung sagte.

Beim Projection Mapping werden Beamer genutzt, um dreidimensionale Objekte zu beleuchten. Die projizierten Bilder passen sich dabei der Oberfläche der beleuchteten Objekte an. Auf diese Weise werden etwa Gebäude, Personen oder Skulpturen dekoriert.

Eine solche Skulptur steht seit dem ersten Tag der ISE vor dem RAI in Amsterdam – dem Messegelände, auf dem die Messe stattfindet. Die Skulptur wurde vom Projektionskünstler Bart Kresa erschaffen. Sie soll "den Besuchern und der Stadt Amsterdam selbst zeigen, was mit Digital Signage möglich ist", sagte Blackman.

Projektionskünstler Bart Kresa am Stand von Panasonic an der ISE 2019. (Source: Netzmedien)

Insgesamt vier PT-RQ32-Laserprojektoren von Panasonic beleuchten die Skulptur namens Sviatovid. Die Geräte lösen in 4k auf und strahlen mit einer Leuchtkraft von je 30'000 Lumen. "Sviatovid ist ein grosser Schritt vorwärts im Vergleich zu meinen bisherigen Werken", sagte Kresa an einem Presseevent von Panasonic. Der Künstler ruht sich aber nicht auf seinen Lorbeeren aus. Nach eigenen Angaben plant er schon ein neues Projekt mit nicht weniger als 90 Beamern.

Reale Tänzer – illusionäre Kleider

Auch auf dem eigenen Stand an der ISE zeigte Panasonic, was es in Sachen Projektion zu bieten hat. Wie in den vergangenen Jahren brachte der japanische Hersteller auch dieses Jahr einen Showstopper an die Messe – eine AV-Installation, welche die Besucher dazu bringen soll, vor dem Stand von Panasonic stehen zu bleiben. Was 2019 hervorragend funktionierte.

Das Unternehmen verschmolz dieses Jahr für den Showstopper reale Tänzer mit projizierten Bildern – während eine Dome-Projektion die Szenerie für die Showeinlage darstellte. Die Tänzer waren ganz in weiss gekleidet, so dass die Beamer Kleidung direkt auf ihre Körper projizieren konnten.

Im Vorjahr hatte Panasonic ebenfalls gezeigt, wie sich physische Darsteller mit Projektionen mischen lassen. Hierfür setzte der Hersteller 2018 Hologramme ein, wie Sie hier nachlesen können.

Heller – aber nicht grösser

Im ISE-Gepäck hatte Panasonic auch einige Produktneuheiten. Darunter den nach eigenen Angaben ersten 4k-Laserprojektor mit einer Helligkeit von 50'000 Lumen - den PT-RQ50K. Das 3-Chip-Gerät sei jedoch nicht grösser, als die bisherigen 30'000-Lumen-Modelle. So bräuchten Anwender deutlich weniger Beamer und Aufwand, um ihre Installationen zu verwirklichen.

"Das ist der neue Referenzwert, wenn es um High Brightness Projection geht", sagte Hartmut Kulessa Marketing Manager bei Panasonic Europe.

Hartmut Kulessa, Marketing Manager bei Panasonic Europe. (Source: Netzmedien)

Der Hersteller bringt aber auch 4k im kleineren Format. Mit dem PT-RQ100 zeigte Panasonic an der ISE 2019 den ersten 4k-Single-Chip-DLP-Projektor. Ebenfalls neu und ebenfalls mit 4k-Unterstützung war die VMZ60-Serie – "Das neue Arbeitspferd im Corporate- und im Education-Umfeld", sagte Kulessa. Preislich soll die neue Serie im mittleren Segment liegen.

Nur noch 4k – vom Einsteiger- bis zum High-End-Bereich

Das Portfolio von Panasonic umfasst neben Beamern auch Displays. In diesem Segment will der Hersteller den Wechsel von HD zu 4k nun abgeschlossen haben. So führte der Hersteller etwa mit der CQ1-Serie auch im unteren Preissegment 4k-Screens ein. Damit habe Panasonic nun ein komplettes Line-up an 4k-Displays, das vom Einsteiger- bis zum High-End-Bereich alles abdecke.

Die neuen Modelle seien zudem mit einer Infrarot-Overlay-Technologie ausgerüstet. Diese mache die Displays zu interaktiven Systemen. Zudem seien einige der neueren Modelle mit dem "Smart Display Module System" von Intel ausgestattet. Dieses ermögliche den Integratoren, die Displays mit den Features und Funktionen auszustatten, die sie brauchen, sagte Kulessa. Mehr Informationen zum SDM-System bietet Intel auf seiner Website.

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