Neues Angebot an der Top17 angekündigt

Ingram Micro Schweiz geht "Daten zerstören"

Uhr | Aktualisiert

Die Top17 hat am Donnerstag gezeigt, wohin die Richtung im Channel geht. Statt der Cloud standen Themen wie UC über die Cloud, das Internet der Dinge und Security im Fokus. An der Messe kündigte der Distributor zudem an, dass er in Zukunft Geräte zurückkaufen möchte.

Ingram Micro Schweiz hat vergangenen Donnerstag zu seiner Fachmesse Top17 in die Messe Luzern geladen. Rund 60 Aussteller zeigten ihre Neuheiten und suchten das Gespräch mit Handelspartnern und erstmals auch mit Endkunden. Ingram Micro rief die Reseller auf, bis zu drei Endkunden zur Messe mitzunehmen.

Trotzdem schien die Luzerner Messehalle nicht stark frequentiert. Fabian De Pasquale, Western Europe Direct & Channel Sales Director bei Intel sagte, er habe noch nie so wenige Besucher an der Top erlebt, was er bedauere. "Ingram Micro hat den Event super organisiert und die Aussteller bieten ein reichhaltiges Angebot", sagte De Pasquale. Das Konzept habe sich in der Vergangenheit bewährt, es brauche besonders in Zeiten der Cloud den persönlichen Kontakt an Messen

"Ein guter Anlass, wie immer"

Auch Arno Zindel, Director Distribution Channel CIG DACH bei Canon, lobte den Veranstalter: "Die Top ist wie immer schön kompakt gehalten. Man kann in kurzer Zeit mit Resellern in Kontakt treten, netzwerken und effizient Wissen aneignen." Bero Kälin, stellvertretender Leiter Einkauf DWP bei Raiffeisen Schweiz fasste zusammen: "Die Top17 war ein guter Anlass, wie immer."

Benno Schlumpf, Senior Managing Director bei Ingram Micro Schweiz, zieht trotz dem Umstand, dass im Vergleich zum Vorjahr leicht weniger Besucher nach Luzern gekommen seien, ein positives Messefazit. Er bemerkt, dass am selben Tag weitere Branchenevents stattfanden und findet, dass es bessere Koordination brauche, damit die Agenda nicht so überladen sei.

Die Öffnung der Messe für Endkunden habe zu Beginn noch nicht wie gewünscht funktioniert, bemerkt Schlumpf. Dafür sei aber mehr Zeit nötig, bis die Nachricht bei den Endkunden ankomme. „Die Top ist ein Event zum Austauschen, da müssen Kunden dabei sein“, sagte Schlumpf auf die Frage, ob er an der Öffnung für Endkunden festhalten möchte. Deshalb werde die nächste Top im selben Rahmen stattfinden. Es sei aber zu früh, um bereits die Schwerpunkte der nächsten Top zu bestimmen.

Auffallend war, dass die Cloud an der Messe nicht im Zentrum stand. Benno Schlumpf erklärt, dass die Cloud mittlerweile etabliert und ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts sei. Als derzeit prominente Themen nennt er Security, die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung oder das Internet der Dinge. Bei diesen Themen sehe er grosses Potenzial für die Branche.

Schlumpf verwies in der Abschlussrede der Messe darauf, dass sich das Geschäft für Distributoren und Reseller verändert habe. Ingram Micro sei aber nach wie vor ein Distributor, der für seine Partner auch Logistiker und Bank sei.

Die Grenzen zwischen Value- und Volumengeschäft könne man heute nicht mehr in bekannter Manier trennen. So mache Ingram Micro viel Volumengeschäft mit eigentlich typischen Value-Produkten, andererseits aber seien dafür viel Beratung und entsprechende Ressourcen mit Volumen-Produkten nötig. Eine grosse Herausforderung stelle heute vor allem die Rekrutierung der passenden Fachkräfte dar.

Auch nach der Übernahme von Ingram Micro durch Tianjin Tianhai aus China sei die Unternehmenskultur unverändert geblieben, sagt Schlumpf. Ingram Micro sei heute statt an der US Börse nun über Tianjin Tianhai in China gelistet, unterliege aber grundsätzlich denselben Richtlinien.

Markus Gubler, zuständig für Lifecycle Services bei Ingram Micro Schweiz, kündigte zudem ein neues Angebot an. Ingram Micro wolle in Zukunft nicht nur von IT bis Mobility Produkte verkaufen, sondern diese auch wieder zurückkaufen und damit seinen Kunden zusätzliche Einnahmen generieren. Dafür habe Ingram die nötigen Systeme aufgebaut und könne um dem Datenschutz Rechnung zu tragen die Geräte vollständig neutralisieren. „Wir gehen zum Kunden Daten zerstören“, sagte Gubler.

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