Nielsen zum Schweizer Detailhandel 2016

Lebensmittelhandel trotzt dem Umsatzschwund

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Der Schweizer Lebensmittelhandel hat den Umsatz im vergangenen Jahr leicht steigern können. Trotz Lädelisterben ist der stationäre Einkauf weiterhin beliebt.

(Source: Aleksei Potov / Fotolia.com)
(Source: Aleksei Potov / Fotolia.com)

Der Detailhandel für Lebensmittel in der Schweiz hat im vergangenen Jahr leicht zugelegt. Wie das Marketingunternehmen Nielsen in einer Mitteilung zum ersten "Nielsen Consumer Report" schreibt, erwirtschaftete der Detailhandel 2016 einen Umsatz von 32,6 Milliarden Franken. Dies entspreche einem leichten Zuwachs um 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zum Vergleich: Der gesamte Schweizer Detailhandel in der Schweiz erzielte 2016 laut GfK Switzerland einen Umsatz von 92,5 Milliarden Franken (-1,5 Prozent)

Den Umsatz steigern konnten die kleinen Supermärkte (+3,6 Prozent) und Discounter (+4,4 Prozent). Leichte Umsatzeinbussen mussten hingegen "Traditional Grocers" (- 0,5 Prozent), grosse Supermärkte (-0,4 Prozent) und Hypermärkte (-0,9 Prozent) hinnehmen. Auf dem Vormarsch seien kleinere Formate mit zentralen Standorten, die das steigende Bedürfnis nach On-the-go-Konsum bedienen, sagt Nielsen-Schweiz-Geschäftsführerin Judith Kuiper.

 

Konsumenten bevorzugen den stationären Lebensmittelhandel

Der Umsatz im Detailhandel stieg im vergangenen Jahr, obwohl das Lädelisterben weiter geht. Die Zahl der Geschäfte sank 2016 auf 6731. Hinzu kommt, dass die Konsumenten in der Schweiz laut Nielsen seltener einkaufen. Doch die Ausgaben pro Kopf seien seit einigen Jahren stabil. 2016 seien im Durchschnitt pro Einkauf Produkte des täglichen Bedarfs im Wert von rund 42 Franken im Einkaufswagen gelandet. Dabei gehe ein durchschnittlicher Haushalt insgesamt 136 Mal im Jahr einkaufen.

Für Lebensmittel bevorzugen Konsumenten den stationären Handel. Knapp 70 Prozent würden gerne gut organisierte Geschäfte mit einem angenehmen Ambiente besuchen.

Der E-Commerce-Anteil am Gesamtumsatz im Schweizer Lebensmitteldetailhandel liege bei 17,5 Prozent. Bei Elektronik betrage der E-Commerce-Anteil bereits 32 Prozent.

 

Schnäppchen heiss begehrt

Drei Viertel der Konsumenten in der Schweiz planen ihren Einkauf laut Studie im Voraus. Dennoch würden fast zwei Drittel zu Spontankäufen neigen, wenn sie im Geschäft sind. Das hat wohl auch damit zu tun, dass Schnäppchen heiss begehrt sind. Zwei Drittel der Konsumenten bevorzuge spezielle Angebote beim Einkauf der täglichen Lebensmittel. Knapp die Hälfte der Konsumenten suche zudem regelmässig nach Coupons für Lebensmittelprodukte.

Der Preis ist ein zentraler Faktor. 55 Prozent der Konsumenten würden die Preise von Eigenmarken und Marken vergleichen. 57 Prozent wäre aber bereit, für Qualitätsprodukte mehr Geld auszugeben. Gut die Hälfte der Konsumenten lege grossen Wert auf gesunde (56 Prozent) und umweltfreundliche (50 Prozent) Produkte. Judith Kuiper, Geschäftsführerin von Nielsen Schweiz, sagt: "Diese Entwicklung wird in der Schweiz massgeblich von den Millenials getrieben.

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