Mobile Speicher fürs Handy

Kassensturz testet Powerbanks

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Unverschämte Herstellerangaben und allerlei kleine Ärgernisse: Kassensturz hat im Labor mobile Akkus testen lassen. Fazit: günstig ist gut.

(Quelle: Fotolia)
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Der Kassensturz hat für seine gestrige Sendung Powerbanks getestet und ein Problem festgestellt. Wie es im Artikel zur Sendung heisst, enthalten die mobilen Speicher meist viel weniger Power, als die Hersteller behaupten. Die tatsächlich verfügbare Energie sei unverschämt tiefer als angegeben. So reiche der Saft der meisten Powerbanks vor allem bei Tablets nicht für eine vollständige Akkuladung aus.

Schlappe Powerbanks

Kassensturz liess im Labor neun Akkus mit Preisen von rund 20 bis etwa 50 Franken vergleichen. Deren Akkus boten mit Ausnahme eines Modells Kapazitäten zwischen 5200 bis 10'000 Milliamèrestunden (mAh).

Das Fazit von Kassensturz: Selbst die Geräte mit dem besten Ergebnis beim Faktor "Verhältnis der nutzbaren zur versprochenen Kapazität" erreichten nur rund 65 Prozent. "Ein Drittel der Leistung liefern uns die Hersteller nicht", schreiben die Kassensturz-Macher.

Viermal gut

Bei weiteren Prüfpunkten, die weniger stark gewichtet wurden, habe es allerlei kleine Ärgernisse gegeben. Zwar würden alle Geräte ein eigentlich taugliches System bieten, damit die Nutzer wissen, ob die Powerbank lädt und wie viel Energie noch in ihr steckt. Beim Gerät von Xtorm habe aber beispielsweise die deutsche Gebrauchsanleitung gefehlt, während beim SBS-Modell die Anleitung miserabel übersetzt gewesen sei.

Vier der neun getesteten Geräte heben sich laut Bericht leicht ab, die von Trust Urban, Coop und Cellular Line kommen. Sie alle schnitten mit dem Prädikat „gut“ ab. Das Modell Primo der Marke Trust Urban sei zudem das günstigste Angebot, bei dem Nutzer pro 1000 mAh nur 4,40 Franken bezahlen müssten. Damit habe wieder einmal das günstigste Produkt den Test gewonnen, schreibt Kassensturz.

Modell der Migros erhält ein ungenügend

Eine ungenügende Note holte sich nur das 2600-mAh-Modell M-Power der Migros ab. Es schaffte mit seiner geringen Kapazität keine volle Handy-Ladung.

Das Labor Ipi aus Stuttgart führte die Tests im Auftrag der SRF-Sendung aus. Es prüfte die Kapazität der getesteten Powerbanks und wie viel Leistung sie wieder abgeben können.

Das Labor mass die Zeit, bis die Powerbank voll geladen ist und wie lange die Ladezeit am Smartphone oder Tablet dauerte. Ausserdem testeten die Prüfer, wie viele Male die Powerbank sieben verschiedene Geräte aufladen kann. Ausserdem führten die Tester Fall- und Kratztests durch, beurteilten die Handlichkeit und bewerteten die Gebrauchsanleitung.

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DPF8_46456

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