Smarter Assistent

Amazons Alexa will die Stuben erobern

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Amazon hat mit seinen smarten Lautsprechern Echo und Echo Dot Verkaufsschlager entwickelt. An der CES war der Amazon-Assistent überall zu finden. Ziel ist das Smarthome.

Amazon Echo und Amazon Echo Dot sind seit einigen Monaten auch in der hiesigen Region erhältlich. Die Geräte sind auf Amazon Deutschland für 180 Euro, respektive 60 Euro erhältlich. Beide sind laut Stiftung Warentest keine grossartigen Lautsprecher. Vor allem das kleinere Modell Echo Dot sei je nach Lautstärke schnell überfordert.

Stiftung Warentest hegt Bedenken wegen Privatsphäre

Beide Lautsprecher haben den intelligenten Sprachassistenten Alexa von Amazon integriert. Benutzer aktivieren den Assistenten per Sprache mit "Hey Alexa" oder mittels Knopfdruck. Per Sprachbefehl können Nutzer etwa Musik abspielen lassen, Termine abrufen und ändern, den Wecker einstellen, andere Smarthome-Geräte steuern oder bei Amazon einkaufen. Mehr Funktionen kommen laufend hinzu.

Die Sprachsteuerung funktioniert laut Stiftung Warentest gut. Die Stimme und Aktivierung werde immer gut erkannt. Vor allem Standard-Befehle funktionierten gut. Allerdings gebe es bei gewissen Fragen Probleme. So habe Alexa keine Auskunft über die deutsche Basketballliga geben können.

Grundsätzlich hört Echo immer mit, schliesslich muss Alexa auf den Aktivierungsbefehl reagieren. Stiftung Warentest überprüfte zudem die Internetverbindung. So hätten im Stiftung-Warentest die Geräte nur Audioaufnahmen übermittelt, wenn sie das Aktivierungswort erkannten. Aufnahmen nach der Aktivierung würden gespeichert und liessen sich mit der App abrufen.

Smarte Lautsprecher sind ein Verkaufsschlager

Die smarten Lautsprecher von Amazon sind ein Verkaufsschlager, wie Amazon meldet. Das Unternehmen spricht in einer Medienmitteilung zum Weihnachtsgeschäft von Millionen verkauften Geräten. Echo sei das ganze Jahr hindurch der Amazon-Best-Seller gewesen. Das Unternehmen hätte Probleme gehabt, die Nachfrage zu bedienen.

Drittentwickler können Alexa neue Funktionen beibringen und für eigene Projekte verwenden. Dadurch lernte der Assistent viele neue Fähigkeiten. So lancierte auch UBS ein Projekt für Alexa, das Kunden in finanziellen Fragen helfen soll.

Alexa könnte bald überall zu finden sein

Auch an der CES 2017 war Alexa der Star. Zahlreiche Hersteller hatten den Assistenten in ihren Geräten eingebaut. So fand man Alexa in Kühlschränken, Lautsprechern, TVs und Staubsaugrobotern, wie die Zeit schreibt. Auch Autohersteller Ford will seine Modelle mit Alexa ausstatten.

Amazon hat es dabei aufs Smarthome abgesehen. Alexa könnte dabei das smarte Betriebssystem werden. Je mehr Hersteller Alexa verwenden, desto besser für Amazon.

Zwar gibt es Konkurrenz durch die smarten Assistenten von Google, Microsoft und Apple. Google lancierte letztes Jahr ebenfalls einen smarten Lautsprecher. Doch momentan scheint Amazons Alexa die Nase vorn zu haben.

Kein klares Geschäftsmodell für Konkurrenz

Für Google, Microsoft und Apple ist noch kein Geschäftsmodell für digitale Sprachassistenten ersichtlich. Google verdient sein Geld mit Werbung. Ein Sprachassistent kann jedoch keine Werbung anzeigen. Und es ist auch nicht klar, wie Microsoft und Apple profitieren würden.

Für Amazon jedoch ist ein klares Geschäftsmodell ersichtlich. Amazon will seine Produkte verkaufen. Eine überall im Haus ansprechbare Einkaufsmöglichkeit hilft da natürlich weiter. Ganz abgesehen davon kann das Unternehmen Daten sammeln und damit seine Angebote optimieren.

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