B2B und B2C

Salt legt Geschäftsbereiche zusammen

Uhr | Aktualisiert

Salt-CEO Andreas Schönenberger hat in einem internen Mail eine Zusammenlegung von Unternehmensbereichen inklusive Stellenabbau angekündigt. Salts Sparkurs hält an.

(Quelle: Swisstelecom)
(Quelle: Swisstelecom)

Salt befindet sich weiter im Umbruch. Wie das Wirtschaftsmagazin Bilanz schreibt, will das Unternehmen die Geschäftskundensparte mit der B2C-Abteilung zusammenlegen. Salt wolle sich zunehmend auf KMU-Kunden konzentrieren und mit der Zusammenlegung Synergien nutzen, schreibt 20 Minuten.

Bilanz bezieht sich auf ein internes Mail von Salt-CEO Andreas Schönenberger, in der ein Stellenabbau angekündigt wird. Die Zusammenlegung „impliziert unglücklicherweise Redundanzen von rund 20 Personen“, zitiert Bilanz den Salt-CEO. Britta Reinhard, Leiterin der Geschäftskundensparte und Geschäftsleitungsmitglied, werde das Unternehmen bis Ende Jahr verlassen. Verkaufschefin Claudia Bernarth soll die zusammengelegte Sparte führen.

200 Mitarbeiter weniger

Mit Madjid Osmani verlasse ein weiteres Geschäftsleitungsmitglied das Unternehmen. Der Kundendienstchef habe nach nur einem Jahr gekündigt. Dann würde Salt noch 750 Mitarbeiter zählen. Vor drei Jahren, als Salt noch Orange hiess, waren es laut dem Bericht 200 Mitarbeiter mehr. Der Exodus gipfelte Ende vergangenen Jahres mit dem Abgang von CEO Johan Andsjö. Bilanz schreibt, beim drittgrössten Schweizer Mobilfunkanbieter brodle es. In dem Bericht kritisieren anonyme Salt-Mitarbeiter den Führungsstil des französischen Salt-Alleineigentümer Xavier Niel.

Salt fahre einen massiven Sparkurs, etwa beim Netzausbau. Wohl auch dadurch konnte Salt im ersten Halbjahr 2016 den operativen Gewinn im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,9 Prozent auf 209,5 Millionen Franken steigern. Laut 20 Minuten wäre Salts Gewinn ohne ausserordentliche Kosten noch weit höher ausgefallen. Doch der Umsatz ging im ersten Halbjahr um 14,2 Prozent auf 549,2 Millionen Franken zurück. In den vergangenen 12 Monaten habe Salt viele Prepaid-Kunden verloren.

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