Konferenz “Expanding Immersive Design“

Virtual Reality begeistert

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Vergangene Woche hat in der ZHDK eine Konferenz zu Virtual Reality stattgefunden. Zehn Redner erzählten von ihren Erfahrungen mit Virtual und Augmented Reality.

Am 27. Oktober hat in der Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK) eine Konferenz zu Virtual Reality und Augmented Reality stattgefunden. Die Konferenz mit dem Titel “Expanding Immersive Design“ bot am Morgen zehn Vorträge, am Nachmittag gab es zusätzliche Workshops. Der Fokus des Events lag auf dem Design von Inhalten und wie man diese verbessern kann.

Den Event eröffnete Veranstalter Jonas Christen. Er ist an der ZHDK im Bereich Design tätig. Christen zeigte sich erfreut über das grosse Interesse und sagte, dass der Event praktisch ausgebucht war. Auf Nachfrage sagte Christen, dass 150 Besucher anwesend waren. Fast alle Sitzgelegenheiten im grossen Saal waren besetzt.

Körpereinsatz macht Virtual Reality real

Den Anfang der Konferenz machte Mitorganisator Max Rheiner. Er erzählte von seinen Erfahrungen mit dem Flugsimulator Birdly. Das Gerät ermöglicht es seinem Nutzer, in Kombination mit einer Oculus Rift in die Rolle eines Vogels zu schlüpfen und über die Dächer zu kreisen. Für Rheiner ist klar: "Der Einbezug des Körpers macht Virtual Reality erst richtig interessant und steigert die Immersion drastisch."

Diese Erkenntnis zog sich durch den ganzen Event. Bruno Herbelin etwa forscht an der ETH Lausanne an virtueller Realität. Er erzählte von seinen VR-Experimenten und unterstrich, wie wichtig der Körper für die Immersion ist. Herbelin fügte hinzu, dass das Körpergefühl einfach manipulierbar sei. So berichtete er von Experimenten, bei denen er das Ausssehen der Teilnehmer veränderte. So seien Teilnehmer des Experiments schon nach wenigen Minuten weniger rassistisch gewesen, wenn sich die Hautfarbe ihres Avatars veränderte.

Virtual Reality mit Potenzial für soziale Interaktion

Alexander Kulik, der an 3-D-Benutzeroberflächen forscht, sieht grosses Potential für Virtual Reality im sozialen Bereich. Personen, die weit voneinander entfernt sind, könnten mithilfe von Virtual und Augmented Reality auf natürlichere Weise miteinander interagieren. Das habe auch Potenzial im Arbeitsbereich.

Soziale Interaktion kann auch das Immersions-Gefühl stark erhöhen. Für das Unternehmen Artanim lässt Sylvain Chague Personen durch virtuelle ägyptische Tempel gehen. Das Unternehmen arbeitet an Virtual Reality ohne Platzbeschränkung in grossen Räumen. Die Teilnehmenden tragen dabei den Computer auf dem Rücken. Ihr Körper wird erfasst und in die virtuelle Welt übertragen. Laut Chague steigert die soziale und auch körperliche Interaktion die Immersion beträchtlich.

VR in der Kunst

Es gab auch Vorträge zu Themen abseits der Technik. Valery de Smedt vom niederländischen Künsterkollektiv Crew erzählte, wie sie für Kunstprojekte schon seit 2003 mit Virtual Reality arbeitet. Sie zeigte auch, dass Virtual und Augmented Reality anders aussehen kann, als man sich für gewöhnlich vorstellt. Eines ihrer Projekte besteht aus einem Raum, der rundum mit Projektoren ausgestattet ist. Betritt man den Raum, erfasst das System die Augen. Mit der Augenposition passt der Computer das gezeigte Bild im Raum an.

Enthusiasmus bei den Teilnehmern

Im Anschluss zu den Vorträgen konnten die Teilnehmer einige Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen ausprobieren und sich mit den Rednern unterhalten. Mehrere Headsets waren vorhanden. Die Teilnehmer konnten etwa mithilfe von Augmented Reality über den Körper lernen oder in einem Spiel als Poltergeist in einem Spiel ihr Unwesen treiben. Auch der Flugsimulator Birdly liess sich ausprobieren.

Im Gespräch mit den Teilnehmern des Events zeigten viele grosse Begeisterung für das "neue" Medium und seine Möglichkeiten. Sie empfanden die Auswahl der Redner aus unterschiedlichsten Bereichen als positiv.

Auch Jonas Christen zog ein positives Fazit nach dem Anlass. Die Ausstellung sei gut besucht gewesen und die Vorträge hätten einen guten Spannungsbogen gehabt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit werde der Event nächstes Jahr wieder stattfinden.

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