Schnellerer Ausbau

Swisscom setzt auf FTTS

Uhr | Aktualisiert

Swisscom forciert den Glasfaserausbau ausserhalb der Ballungszentren. Dabei setzt das Unternehmen vor allem auf FTTS (Fibre to the Street).

Swisscom will Wohnungen und Geschäfte ausserhalb der Ballungszentren rascher als ursprünglich geplant mit schnellen Festnetz-Internetanschlüssen erschliessen, wie das Unternehmen am Dienstag an einer Medienveranstaltung bekanntgegeben hat. In den kommenden Jahren setzt Swisscom zusätzlich zum Glasfaserausbau bis in die Wohnungen und Geschäfte (FTTH) neu auf den Glasfaserausbau bis kurz vor die Gebäude (Fibre to the Street, FTTS).

Ende 2013 wird das Unternehmen damit beginnen, Glasfaser bis rund 200 Meter vor die Häuser zu bauen. Für die verbleibende Strecke bis in die Wohnungen werde die bestehende Kupferverkabelung eingesetzt, wie Swisscom-CEO Carsten Schloter erklärte. Diese Glasfaser-Hybridtechnologie soll Bandbreiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen. In den kommenden drei bis vier Jahren sollen dann Bandbreiten von 400 Megabit pro Sekunde und höher möglich sein.

Schnellerer Ausbau mit FTTS

FTTS sei in weniger dicht besiedelten Gebieten die interessantere und schnellere Variante für den Glasfaserausbau als FTTH, sagte Schloter. Mit FTTS komme schnelles Internet rascher in die Fläche. Das Unternehmen will diesen Sommer drei FTTS-Pilotversuche in den Gemeinden Charrat (VS), Grandfontaine (JU) und Flerden (GR) starten. "Bis 2020 will Swisscom für über 80 Prozent der Schweizer Haushalte mit einer Kombination von FTTH und FTTS Bandbreiten über 100 MBit anbieten", erklärte Schloter weiter.

In einem anschliessenden Showcase auf dem Riggisberg führte Swisscom die Techniken FTTS und FTTB (Fibre to the Building) vor. Die Anwesenden konnten unter anderem einen Blick in einen sogenannten Mannschacht werfen, in dem die ganze Elektronik für die Glasfaseranschlüsse eine Quartierstrasse verbaut ist.

Swisscom will auch auf der neuen Zugangstechnologie Wiederverkaufsangebote für die anderen Fernmeldedienstanbieterinnen und Internet Service Provider anbieten. Den Mitbewerbern bleibe aber nur der Zugriff auf die nackte Glasfaser und nicht auf die Technik (Layer 1).

Einigung in Fribourg

Heute wurde zudem bekannt, dass sich die Elektrizitätswerke Groupe E, Gruyère Energie und IB-Murten mit Swisscom darauf einigten, ihr Kooperationsmodell anzupassen, um so den Glasfasernetzausbau im Kanton Freiburg zu ermöglichen. Der Freiburger Staatsrat habe entschieden, die Beteiligung des Kantons an dieser Kooperation zu unterstützen. Das Dossier wurde nun dem Kantonsrat zur Genehmigung unterbreitet. Die Freiburger Partner werden sich zu einem Unternehmen, FTTH Fribourg, zusammenschliessen und gemeinsam mit Swisscom den Glasfaserausbau im Rahmen des Kooperationsmodells vorantreiben. Langfristig soll der ganze Kanton Freiburg ans Glasfasernetz angeschlossen werden.

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