Vielfalt im 3D-Druck

CES: en Guete

Uhr | Aktualisiert

Grosses Trendthema an der CES sind 3D-Drucker. Sie sind mittlerweile auch für den Massenmarkt erschwinglich und bieten scheinbar unbegrenzte Möglichkeiten.

An der International CES 2014 in Las Vegas haben 3D-Drucker einen grossen Teil der Ausstellungsfläche eingenommen. Zahlreiche Hersteller zeigen ihre verbesserten Neuentwicklungen, die kompakter als ihre Vorgänger sind und trotzdem schneller und genauer arbeiten können. Zudem sind sie auch zunehmend für den Massenmarkt erschwinglich. Deshalb prognostiziert CES-Veranstalter CEA weltweit rund 100'000 verkaufte 3D-Drucker für 2014.

Das Interesse nach der Technik scheint da. Wie eine Umfrage des Branchenverbandes Bitkom in Deutschland ergab, kann sich jeder Fünfte vorstellen, einen solchen 3D-Drucker zu nutzen, um alles Mögliche wie etwa persönlichen Schmuck, Armbänder oder Spielfiguren kreieren zu können.

Einsteigergerät für 1400 US-Dollar

Das Angebot an der CES ist vielfältig. So präsentiert Makerbot drei neue Druckermodelle. Das günstigste soll bereits ab 1400 US-Dollar erhältlich sein. Der 3D-Drucker namens Replicator Mini ist speziell auf Einsteiger ausgerichtet, wie die Welt berichet. Von den Vorgängermodellen konnte das Unternehmen gemäss Makerbot-Chef Bre Pettis bisher 44'000 Stück verkaufen. Nun peilt das Unternehmen eine Million verkaufter Geräte an.

Auch Hersteller 3D Systems zeigt seine neue Generation an 3D-Druckern, darunter das Modell iSense, das für das iPad entwickelt wurde. Der Drucker, der eine Auflösung von 640x480 Pixeln bietet, soll im zweiten Quartal für rund 500 US-Dollar erhältlich sein, wie Heise berichtet.

Persönliche Actionfigur

Ein weiteres Modell von 3D Systems namens 3DMe Photobooth erlaubt das Kreieren der persönlichen Actionfigur. Das Gerät macht 3D-Schnappschüsse von Gesichtern, die sich anschliessend auf 3D-Figurmodelle setzen lassen.

Interessant wirken auch die Modelle Chefjet und Chefjet Pro vom selben Hersteller. Gemäss Neuer Zürcher Zeitung können diese beiden Geräte Süssigkeiten mit Zucker drucken, letzteres auch mehrfarbig. Dabei wird jede Schicht mit Wasser gebunden. Die Candy-Drucker dürften mit Verkaufspreisen von 5000 respektive 10'000 Dollar aber weniger auf den Massenmarkt ausgerichtet sein.

Auch der italienische Teigwarenhersteller Barilla will in Kooperation mit dem niederländischen Forschungsinstitut TNO aus Holland einen 3D-Drucker entwickeln. Wie die Unternehmen bekannt gaben, können die 3D-Drucker Nudeln mit einer Länge von bis zu 20 Zentimetern herstellen. Die Geräte sollen etwa an Restaurants und Fast-Food-Buden verkauft werden.

Professionelle Drucke

Auch Auftragsfertiger wie etwa das französische Unternehmen Sculpteo sind an der Messe vertreten. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt, drucken diese nach den Vorgaben von Verbrauchern Objekte auf professionellen Maschinen.

Die Marketingdirektorin des Dienstleisters, Marine Coré-Baillais, erwartet, dass in Zukunft viele Menschen einen 3D-Drucker zu Hause stehen haben, aber zusätzlich auch auf Auftragsfertiger wie Sculpteo zurückgreifen, wenn sie etwa Objekte aus speziellen Materialien wünschen, welche der 3D-Drucker zuhause nicht verarbeiten kann.

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