Merkwürdiges aus dem Web

Wie Cyborgs, Fake-Putin und Robo-Enten das Netz zum Schmunzeln bringen

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CE- und IT-Welt fördern immer wieder Erstaunliches und Kurioses zutage, das zum Schmunzeln anregt. Die seltsamsten­Kurznews immer in der Rubrik "Curiosities". Gute Unterhaltung!

Die Robo-Ente im Wasserklosett. (Source: Netzmedien)
Die Robo-Ente im Wasserklosett. (Source: Netzmedien)

Streit um ein Organ

fpo. Apple hat den Zorn von Meeresbiologen auf sich gezogen. Wie "Futurezone" schreibt, kritisieren die Forscher des Monterey Bay Aquarium den iPhone-Hersteller auf Twitter für das Aussehen des Tintenfisch-Emojis. Sie monieren, dass die Darstellung des Weichtiers nicht korrekt sei. So sei der Sipho falsch platziert. Mit dem Organ saugen die Tintenfische Frischwasser an und scheiden exkrementhaltiges Wasser aus. Bei Gefahr fliehen sie etwa, indem sie ruckartig Wasser durch den Siphon ausstossen. In der Realität befindet sich der Sipho unterhalb beziehungsweise hinter dem Kopf. Apple brachte ihn aber direkt am Kopf an, weshalb er an eine Nase erinnert, was auch die Biologen bemängeln. Die Debatte dürfte den intelligenten Kopffüssern herzlich egal sein, doch die Forscher können hoffen. Apple reagierte zwar noch nicht auf die Kritik, in ähnlichen Fällen haben sie aber bereits Änderungen etwa am Bagel-Emoji vorgenommen.

 

Androide waren gestern, Bühne frei für Plantdroide

kfi. Okay, zugegeben: eigentlich geht es hier nicht um Androide, sondern um Cyborgs, also Hybride von Lebewesen und Maschinen. Menschen mit motorisierten Prothesen gelten heute schon als ­Cyborgs. Nun findet sich laut "Heise" auch der erste Hybrid in der Pflanzenwelt: Das MIT hat einer Topfpflanze Räder verpasst, die aktiv werden, sobald die Elektroden bestimmte elektrische Impulse in der Pflanze wahrnehmen. Das befähigt das Kraut, selbstständig auf eine Lichtquelle zuzurollen. Möglicherweise wird man in Zukunft ausser Katzen auch ausgestossene Cyborg-Topfpflanzen bei sich aufnehmen müssen, während grössere Plantdroide Litterer verprügeln.

 

Wie, das war gar nicht Putin?

osc. Sechs Jahre lang hat ein Twitter-User unter dem Pseudonym "@putinRF_eng" Kurznachrichten verbreitet – und nicht wenige meinten, es handle sich dabei um offizielle Verlautbarungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. @putinRF_eng hatte zuletzt fast 1 Million Follower; Medien wie die "Washington Post" oder "Business Insider" beriefen sich darauf. Nun habe Twitter aber "stichhaltige Beweise von russischen Offiziellen" erhalten, dass der Account den russischen Präsidenten lediglich imitiere, schreibt "Der Standard". Da dies aber den Richtlinien des Kurznachrichten-Dienstes widerspreche, sei der Account kurzerhand gelöscht worden. Wer hinter dem Fake-Putin gesteckt habe und warum er jahrelang unbemerkt geblieben sei, sei unbekannt. Der echte Putin ziehe sein Festnetz­telefon angeblich Twitter vor.

 

Die Robo-Ente im Wasserklosett

jor. Er sieht aus wie ein schnabelloser Donald Duck aus Plastik und Metall: "Giddel" ist ein Roboter, gebaut, um Menschen die Drecksarbeit abzunehmen. Sein Lebensraum ist die Toilette. Dort dreht er seine Runden, reinigt mit einer ausfahrbaren Bürste den Rand, die Ablage, und den Abflussbereich der Kloschüssel. Optional auch mit Reinigungsmittel, wie "Der Standard" berichtet. Bei seiner Arbeit soll Giddel, von der Bürste abgesehen, sauber bleiben. Hersteller Altan Robotech bietet den Haushaltshelfer derzeit im US-Store von Amazon an. Kostenpunkt: 500 US-Dollar.

 

IT-Grüsse aus Pjöngjang

osc. In einer Welt, die sich immer stärker digitalisiert, ist Nordkorea ein Exot. Gemäss dem gängigen Bild ist das Land gegen alle Einflüsse von aussen abgeschottet, steckt in einer stalinistischen Planwirtschaft fest und ist technisch hoffnungslos rückständig. Zumindest Letzteres scheint sich rasch zu ändern, wie "Golem" berichtet. Nordkorea habe in den letzten Jahren bei den IT-Kenntnissen starke Fortschritte gemacht. Das Land sei auf dem Weg, ein wichtiges Offshore-Zentrum für Programmierung zu werden. Firmen aus der ganzen Welt lassen Code in Nordkorea entwickeln – trotz Sanktionen der Vereinten Nationen, wie "Golem" schreibt. Programmieren fürs Ausland werde allmählich zu einem attraktiven Geschäftsmodell für das diktatorisch regierte Land. Ein Beispiel dafür, das IT weder vor Grenzen noch vor politischen Systemen haltmacht.

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