Sommerhitze vs. Akku

Warum man E-Autos im Sommer bedenkenlos fahren kann

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von Alexandra Hüsler und jor

Bei hohen Temperaturen sind viele akkubetriebene Geräte beeinträchtigt. Es gibt zwar diverse Lifehacks, die bezüglich Ladeleistung und Ladezeiten im Sommer Abhilfe versprechen - doch einige davon können dem E-Auto mehr schaden als helfen.

(Source: JUICE / Unsplash)
(Source: JUICE / Unsplash)

Viele technische Geräte und Apparaturen vertragen keine Hitze. Akkubetriebene Geräte wie Natels und Tablets sowie E-Scooter, E-Bikes und E-Autos sind aufgrund hoher Temperaturen beeinträchtigt. Wie "Futurezone" berichtet, liegt das am Material in den Batterien. 

Bei hohen Temperaturen kommt es im Batterieinneren zu Zersetzungsreaktionen, wodurch die Leistung des Akkus irreversibel abnimmt. E-Autos verfügen daher über eine Batteriekühlung, um den Akku des Autos auf einer idealen Temperatur zu halten. 

Die ideale Temperatur für E-Auto-Akkus liege zwischen 15 und 25 Grad, heisst es weiter. Die meisten Hersteller geben an, dass ab einer Temperatur von 25 Grad die Ladeleistung beeinträchtigt wird und so längere Ladezeiten entstehen. 

Schädliche Hacks zur Kühlung des Ladesteckers

Bei einer hohen Ladeleistung erwärme sich auch das Ladekabel, schreibt das Online-Magazin weiter. Die integrierten Temperatursensoren würden die Leistung drosseln, wenn zu hohe Temperaturen erreicht werden. Ab einer Leistung von über 150 Kilowatt sei eine Wasserkühlung direkt im Stecker verbaut. 

Lifehacks wie das Auflegen feuchter Handtücher wirken dieser Technologie entgegen und verhindern möglicherweise die korrekte Temperaturregulierung, wie "Futurezone" weiter schreibt. Auch der Tipp, direkt Wasser über die Ladestecker zu kippen, kann Schäden verursachen. 

Fahren bei Hitze

Hersteller raten, das Fahrzeug bei Hitze nicht vollständig zu laden. Doch auch in den anderen Jahreszeiten sollte der Akku immer zwischen 20 und 80 Prozent geladen sein. Wer das E-Auto auf 100 Prozent lade und danach stehen lasse, schade dem Akku auch bei niedrigeren Temperaturen. 

Es sei ratsam, vor der Abreise das angesteckte E-Auto mit der Klimaanlage auf eine angenehme Temperatur zu kühlen; so lasse sich die Anlage gezielter einsetzen, um Strom zu sparen. Durch häufige, kürzere Ladestopps lässt sich das Auto wieder herunterkühlen, ohne Reichweite einzubüssen. 

 

Laut dem Global Automaker Rating gewinnen E-Autos langsam Marktanteile. 2023 waren 15 Prozent aller verkauften Autos elektrisch. Mehr dazu lesen Sie hier

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