FEA-Konjunkturbarometer

Gute Aussichten für die Haushaltsgerätebranche - trotz 2. Lockdown

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von Leslie Haeny und jor

Der Schweizer Haushaltsgerätebranche geht es gut. Das zeigt zumindest das FEA-Konjunkturbarometer. Für das erste Quartal dieses Jahres erwarten die Firmen aus der Branche einen hohen Auftragsbestand und einen guten Bestellungseingang. Dem soll auch der zweite Lockdown keinen Abbruch tun.

(Source: Gerd Altmann / Pixabay)
(Source: Gerd Altmann / Pixabay)

Der Fachverband Elektroapparate für Haushalt und Gewerbe Schweiz (FEA) hat das Konjunkturbarometer fürs erste Quartal 2021 veröffentlicht. Die Stimmung in der hiesigen Branche scheint gut zu sein. "Die Prognosen zeigen, dass der Start ins 2021 glücken wird", heisst es seitens des FEA. Im November sprach der Verband von einer "konjunkturellen Hochphase". Diese soll sich auch Anfang dieses Jahres weiterziehen. "Auch wenn der Januar-Lockdown im Erhebungszeitpunkt noch nicht bekannt war, dürften die Prognosen eintreten und die Konjunktur auf hohem Niveau verharren", schreibt der FEA.

Laut dem Verband hatte die Pandemie grösstenteils positive Auswirkungen auf die Haushaltsgerätebranche. Es wurde mehr zuhause gekocht und Schweizerinnen und Schweizer verbrachten auch sonst mehr Zeit mit Hausarbeiten. Im vierten Quartal 2020 meldeten 38 Prozent der FEA-Mitglieder eine gute Ertragslage. Mit 56 Prozent stufte die Mehrheit die Ertragslage als befriedigend ein. Nur 3 Prozent vermeldeten eine schlechtere Ertragslage.

Die Beschäftigungslage war im letzten Quartal 2020 bei keinem der angeschlossenen Unternehmen schlecht. 59 Prozent stuften sie als befriedigend und 41 Prozent als gut ein. Auch der Auftragsbestand war bei keinem der Unternehmen schlecht. In dieser Kategorie nannten 62 Prozent die Situation befriedigend und 38 Prozent stuften sie als gut ein. Den Bestellungseingang bewerteten jeweils 47 Prozent als gut beziehungsweise befriedigend. 3 Prozent empfanden ihn als schlecht.

Mehr Händler erwarten schlechtere Erträge

Auch wenn der FEA von einer guten Konjunkturlage für das erste Quartal dieses Jahres schreibt, erwarten mit 15 Prozent mehr FEA-Mitglieder eine schlechtere Ertragslage als im Quartal zuvor. Damals waren es 11 Prozent. 18 Prozent geben sich hingegen zuversichtlich und erwarten, dass sich ihre Ertragslage verbessern wird. 65 Prozent erwarten keine Veränderung. Insgesamt 96 Prozent gehen davon aus, dass die Beschäftigungslage sich verbessern oder gleich bleiben wird.

Beim Auftragsbestand und beim Bestellungseingang zeigen sich die meisten Unternehmen zuversichtlich. In beiden Bereichen gehen nur jeweils 3 Prozent von einer Verschlechterung aus. 56 Prozent prognostizieren, dass der Auftragsbestand gleich bleiben wird, während 41 Prozent von einer Steigerung ausgehen. Beim Bestellungseingang erwarten 47 Prozent eine bessere Lage und ebenfalls 47 Prozent glauben, dass der Bestellungseingang gleich bleiben wird.

Für Anbieter von Haushaltskleingeräten ist laut FEA eine gute Positionierung im Onlinegeschäft wichtig, um trotz Lockdown die Konjunktur hoch zu halten. "Für die Anbieter von Haushaltsgrossgeräten ist die Voraussetzung hierfür, dass die Baubranche vor dem Lockdown weiterhin verschont bleibt", schreibt der Verband

Die vom FEA jeweils im Frühling veranstaltete Branchenmesse FEA Expo gibt es nicht mehr. Dafür soll ein neuer Event Treffpunkt der Schweizer Hausgerätebranche werden: die Home Fair. Veranstalter Philipp Maurer und Ilia Mourouzidis geben erste Details zur für September geplanten Messe bekannt.

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