Business-Ausführung von The Wall

ISE 2020: Samsung steckt künstliche Intelligenz in 8k-Displays

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von Coen Kaat

Samsung hat an der ISE eine neue Ausführung von The Wall gezeigt. Diese soll spezifisch kommerzielle Anwendungen adressieren. Zudem präsentierte der südkoreanische Hersteller ein 8k-Display für den Dauereinsatz, das sich Deep Learning zu eigen macht.

Die ISE 2020 hatte im Vorfeld mit einigen Problemen zu kämpfen. Aufgrund des Ausbruchs des Coronavirus sagte etwa Branchengrösse LG die Teilnahme an der Digital-Signage- und Pro-AV-Messe ab. Insgesamt 72 Aussteller – rund 5,5 Prozent – blieben der diesjährigen Ausgabe der ISE fern, wie Sie hier nachlesen können.

Auch die Schweizer Delegation von Samsung blieb 2020 daheim, um die Mitarbeiter keinen vermeidbaren Risiken auszusetzen. Am Auftritt des globalen Konzerns an der Messe änderte dies jedoch wenig: Wie in den Jahren zuvor hatte der südkoreanische Hersteller auch dieses Jahr wieder eine Halle für sich an der ISE.

The Wall wächst und erscheint in Business-Ausführung

Herzstück des Standes – das erste, das ein Besucher am Eingang sieht – war wieder The Wall. Samsung zeigte dieses Jahr jedoch eine neue Ausführung des modularen Micro-LED-Displays: The Wall for Business.

Diese jüngste Ausführung eignet sich laut dem Hersteller für eine Vielzahl von kommerziellen Anwendungen – von Kontrollräumen bis hin zu Sendezentren, Lobbys, Designzentren und mehr.

Bei LED-Displays sind die einzelnen LEDs selbst die Pixel - das Foto zeigt ein anderes Samsung-LED-Display, nicht The Wall. (Source: Netzmedien)

Um die verschiedenen Bedürfnisse dafür zu erfüllen, ist die modulare Lösung in verschiedenen Konfigurationen erhältlich. Diese reichen von 4k-Varianten mit Diagonalen von 219 oder 292 Zoll bis zu 8k-Versionen von bis zu 437 und 583 Zoll – die bisher grösste Konfiguration der Lösung. Samsung lancierte The Wall for Business während der ISE 2020 weltweit.

Bei Micro-LED-Displays erzeugen die fast schon mikroskopischen LEDs selbst das Bild. Der Abstand zwischen den LEDs, der sogenannte Pixelpitch, beträgt bei The Wall lediglich 0,84 Millimeter.

Deep Learning macht 4k zu 8k

Neu war dieses Jahr auch das Display namens QPT-8k. Hinter der unscheinbaren Bezeichnung steckt das gemäss Samsung erste 8k-Display, das sich für den Dauereinsatz eignet – 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche.

Die QLED-Smart-Signage-Lösung unterstützt den HDR10-Plus-Standard sowie die Samsung-Software Magicinfo 8 und hat eine Leuchtkraft von bis zu 2000 Nit. Das heisst, dass das Display auch bei Sonnenlicht gut lesbar ist.

Die 8k-QLED-Displays von Samsung nutzen Deep Learning um Inhalte auf 8k hoch zu skalieren. (Source: Netzmedien)

Die Displays laufen mit Tizen 5.5, dem hauseigenen Betriebssystem von Samsung. Laut dem Hersteller könnten Nutzer bis zu vier verschiedene 4k-Bildquellen gleichzeitig darstellen. Zudem verfügt der Screen über eine eingebaute KI-basierte Upscaling-Funktion. Diese nutze Deep Learning, um 4k-Inhalte automatisch in eine 8k-Auflösung umzurechnen.

Das 8k-Display QPT-8k kommt in der ersten Jahreshälfte 2020 auf den Markt in den Grössen 65, 75, 82 und 98 Zoll.

Wie Digital Signage den Umsatz der Kunden steigert

"Die Kunden sind sich immer mehr bewusst, dass Digital Signage nicht schon bei 98 Zoll oder 4k aufhören muss", ergänzt Daniel Périsset, Head of B2B bei Samsung Schweiz, auf Anfrage.

Auch der Vorteile und zusätzlichen Chancen, die solche Lösungen bieten, seien sich die Kunden bewusst. "Sie wissen darüber Bescheid, wie sich dadurch der eigene Auftritt verbessert und somit auch die Visibiliät und Professionalität steigert", sagt Périsset per E-Mail.

Daniel Périsset, Head of B2B bei Samsung Schweiz, vergangenes Jahr an der ISE 2019. (Source: Netzmedien)

"Besonders im Retail-Bereich erkennen die Kunden das Potenzial von Digital Signage und dass dadurch der eigene Umsatz gesteigert werden und mithilfe von verkauften Werbeanzeigen sogar Geld verdient werden kann."

Der Chef des Schweizer B2B-Geschäfts von Samsung gab auch einen kleinen Ausblick auf das nächste Jahr. Schliesslich war die ISE 2020 die letzte in Amsterdam. Es wurde zwar noch nichts definiert. "Es kann aber davon ausgegangen werden, dass sich aufgrund der Standortverschiebung nichts am Gesamtauftritt von Samsung verändern wird", verspricht Périsset.

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