229 Einreichungen bewertet

Das war der Jurytag von Best of Swiss Apps 2020

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Die Juroren haben die Köpfe zusammengesteckt, diskutiert und entschieden. Am Jurytag von Best of Swiss Apps 2020 zeigte sich, worauf es beim Rennen um die besten Schweizer App-Projekte ankommt. Die Kategorie "Games" wurde von der Kategorie "Education" abgelöst.

Jury-Chairman Christof Zogg hat die Spielregeln des Jurytags erklärt. (Source: Netzmedien)
Jury-Chairman Christof Zogg hat die Spielregeln des Jurytags erklärt. (Source: Netzmedien)

Am Jurytag fallen die ersten grossen Entscheidungen: Wer schafft es auf die Shortlist von Best of Swiss Apps? Wer zählt zu den Favoriten? Und wer scheidet schon jetzt aus dem Rennen? Diese Fragen galt es zu beantworten. Dazu trafen sich 36 Juroren beim Weiterbildungsanbieter Digicomp vor Ort. 18 Weitere nahmen vom Homeoffice aus teil.

Die Schweizer App-Macher schickten dieses Jahr 229 Einreichungen in 10 Kategorien ins Rennen - ein neuer Rekord. 2019 waren es 175 Einreichungen, im Jahr davor 164. Jury-Chairman Christof Zogg zeigte sich zufrieden über den diesjährigen Einreichungsrekord. "Für mich ist es ein Highlight, dass wir jetzt im vierten Jahr in Folge wieder am Wachsen sind", sagte Zogg. Deshalb waren dieses Jahr auch 10 Jurymitglieder mehr dabei.

"Noch spannender ist zu sehen, was das für die App-Branche bedeutet", sagte Zogg. Zwei Trends würden sich abzeichnen. Der erste Trend betrifft die vier horizontalen Kategorien. Jede App muss ein gutes Design, User Experience, Innovation und Functionality haben. Der zweite Trend ist, dass die Kategorie Business Impact gewachsen ist. "Die Sachen, die gemacht werden, müssen einen Impact haben", sagte Zogg.

Der Jurytag ging beim Weiterbildungsanbieter Digicomp und online über die Bühne. (Source: Netzmedien)

Anzahl Einreichungen pro Kategorie

  • Business Impact: 25

  • Campaigns: 15

  • Design: 30

  • Enterprise: 8

  • Functionality: 43

  • Education: 8

  • Innovation: 37

  • Mixes/VR/AR: 9

  • Mobile Web: 15

  • User Experience & Usability: 39

Bei eigenen Projekten verlässt man den Raum

Für die Jurierung gibt es klare Regeln. Eine davon verlangt, dass Juroren, die an einem Projekt beteiligt sind, dies offenlegen und temporär in den Ausstand treten. Das heisst, man hält sich in der Diskussion zurück, verlässt den Raum oder schaltet die Diskussion zuhause stumm. Die Jurymitglieder verpflichten sich zudem zur Geheimhaltung: Was die Teilnehmer an projekt- und geschäftsbezogenen Informationen teilen, soll in den geschlossenen Diskussionsräumen bleiben. Dasselbe gilt für die Ergebnisse: Wer es auf die Shortlist schafft, zeigt sich erst am 02. November. Und die Kür der Gold-Gewinner geht am 2. Dezember über die Bühne.

Die Juroren haben getagt, diskutiert und entschieden, wer es unter die Besten der Schweizer App-Wirtschaft schafft. (Source: Netzmedien)

An der Award Night von Best of Swiss Apps 2020 fällt die ganz grosse Entscheidung. Dann zeigt sich, wer den Titel Master of Swiss Apps 2020 gewinnt und damit die Nachfolge von "VIA Strassengraben" antritt. Mit dem Projekt hat im vergangenen Jahr die eidgenössische Zollverwaltung und TI&M den Master-Titel geholt. Mehr zur letztjährigen Masterwahl können Sie hier nachlesen.

Von den Projekten werden die besten als Kandidaten für den Master-Titel ins Rennen geschickt. Der Master of Swiss Apps wird an der Award Night nach der Abstimmung von Jury und Publikum vergeben. Schon jetzt der Hinweis: Wer online abstimmen will, muss sich für den Netzticker (den Newsletter der Netzwoche) registrieren. Hier geht’s zur Anmeldung.

Education rein, Games raus

Dieses Jahr wurde die Kategorie "Education" eingeführt. Diese ersetzt die Kategorie "Games". "Wie kann man einen App-Award machen ohne Games, die weltweit immer noch die wichtigste Kategorie ist? Der Hintergrund ist, dass aus der App-Welt Schweiz nicht mehr so viele Einreichungen kamen", sagte Zogg. Das habe zwei Gründe: Zunächst sind die grossen weltweit agierenden Publisher nicht unbedingt an einem Schweizer Award interessiert. Viele der verbleibenden Publisher sind so klein, dass ihnen die Anmeldegebühr zu hoch sei.

Die neue Kategorie wurde auch eingeführt, da man im Lockdown im März gemerkt habe, wie wichtig das Thema Homeschooling und E-Learning ist. "Es ist auch ein Ziel von Best of Swiss Apps, solche Trends aufzugreifen und zu fördern", sagte Zogg. In der Bewertung für die neue Kategorie "Education" ist es wichtig, dass ein klares Lernziel definiert ist. Ein weiteres Kriterium ist eine didaktisch professionell gegliederte Umsetzung der Inhalte. Zudem muss die App altersgerecht aufgebaut sein, was bedeutet, dass die App für die Zielgruppe selbsterklärend sein sollte. Die Nutzung aller digitalen Möglichkeiten wie Augmented Reality (AR), Multimedia und Interaktivität ist ein weiteres Kriterium. Zusätzlich fliesst auch die Gamification in die Bewertung ein. Dadurch soll die App zur häufigen Nutzung animieren. "Das ist das Bindeglied zur Kategorie Games. Eine gute Bildungsapp muss auch Gamification-Elemente aufweisen", sagte Zogg.

Die kategorienspezifischen Inhalte sind wichtiger

In der Fachjury der Kategorien prüften die Experten jede einzelne Eingabe auf Herz und Nieren, testeten Funktionen, diskutierten und einigten sich schliesslich auf eine Beurteilung. Dieses Jahr sollen die kategorienspezifischen Bewertungen höheres Gewicht erhalten. Die kategorienspezifischen Kriterien machen 60 Prozent der Bewertung aus. Die horizontalen Kriterien Design, UX, Functionality und Innovation machen die restlichen 40 Prozent der Bewertung aus. "So kann eine App auch gewinnen, wenn beim Design oder UX noch etwas verbessert werden kann, aber ein sensationeller Business Case dahintersteht", sagte Zogg.

So geht es weiter

Am Ende des Tages stand fest, welche Einreichungen in die Kategorie "leider Nein" gerutscht sind, wer es auf die Shortlist geschafft hat und wer zu den Gold-Gewinnern zählt. Die nächsten grossen Entscheidungen stehen schon an.

Alle weiteren Informationen finden Sie unter: www.bestofswissapps.ch

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